Mittwoch, 25. Dezember 2019

Relaxen am 1. Weihnachtstag

Heute hatten die meisten Angestellten von VulPro frei. Da die Kühlkammer noch immer defekt ist, verfütterte ich morgens das letzte Aas und wir schrubbten die letzten Geierpools, die gestern noch nicht erledigt worden sind. Danach durften auch Charlie und ich uns einen entspannten Feiertag gönnen!
Eigentlich wollte ich mich gemütlich mit einem Buch auf die Bank zwischen den Volieren setzen, die schattig unter einem Baum liegt. Da die Bauarbeiten an der neuen Voliere erst morgen weitergehen, wäre es heute auf der Bank auch sehr ruhig gewesen. Aber natürlich haben die vielen tollen Geier mich viel zu sehr abgelenkt, als dass ich länger hätte ruhig sitzen bleiben können. Also fand ich mich immer wieder an der Voliere mit den Junggeiern wieder, wo die ganze Zeit Aktion herrschte. Kein Wunder, wenn sich zwei Wollkopfgeier, ein Königsgeier, mein Weißrückengeier Jo und diverse junge Kapgeier ums Aas streiten.
Auch wenn die Wollkopfgeier gut austeilen können, ziehen sie am Aas meistens den Kürzeren.
Königsgeier Brandon stärkte sich mit ein paar Schlucken Wasser, bevor er alle anderen Geier vom Aas verjagte.
Später war Schichtwechsel und das Wollkopfgeier-Weibchen schlang sich ein paar Aasfetzen in den Kropf.
Dem Königsgeier gefiel dies gar nicht und kaum stolzierte er auf das Aas zu, trat der Wollkopfgeier schnell wieder den Rückzug an.
Mjammi, lecker Schweineohr!
Später beim Schabel- und Halsputzen.
Jo und der junge Kapgeier saßen eine ganze Weile auf unseren ausgelegten Knochensplittern und es sah aus, als würde Jo den jungen Kapgeier füttern. Jo ist einfach ein toller Geier!
Im Laufe des Tages wurde es immer heißer und die Geier in den Volieren gönnten sich nach und nach ein erfrischendes Bad. Gut, dass wir die Pools gestern und heute geschrubbt hatten. Jo hatte sein Bad gerade erledigt, als ich an seiner Voliere vorbeischaute.
Mit kräftigen Flügelschlägen ließ er das Wasser abperlen und breitete seine tollen Schwingen zum Trocknen aus.
Anschließend pflegte er gründlich sein Gefieder und zog jede einzelne Feder vorsichtig durch seinen Schnabel.
Einmal kräftig schütteln und schon sitzt alles wieder an seinem Platz!

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