Donnerstag, 2. Januar 2020

Weißrückengeier Jo beim Baden

Heute habe ich kaum Fotos gemacht, weil ich die meiste Zeit abseits der Geier von VulPro beschäftigt war und meine Kamera nicht griffbereit hatte. Aber das trifft sich gut, da ich seit zwei Wochen eine Fotoserie von meinem Weißrückengeier Jo nachreichen wollte, als er sich bei ähnlich heißen Temperaturen wie heute ein genüssliches Bad in seinem Geierpool gegönnt hatte.
Bei diesen heißen Temperaturen mögen Geier ein erfrischendes Bad sehr gerne.
Sie laufen in den Pool, beugen sich runter und tunken abwechselnd ihre Flügel ins Wasser.
Dann wird kräftig mit den Flügeln geflattert, damit das Wasser in alle Richtungen abperlt.
Zwischendurch schnappen sie gerne mal nach Luft, recken ihren Hals und dann beginnt der Spaß von vorne.
Rechter Flügel, linker Flügel und flatter.
Selbst beim Baden sieht Jo ganz besonders niedlich aus!!!
Natürlich muss auch der lange Hals gewaschen werden. Daher taucht der Geier bei seinem Bad mit dem Hals unter Wasser und dreht den Kopf beim Trockenflattern in alle Richtungen.
Das Bild des Tages!!! Herrlich, wie kreisrund das Wasser von Jos Hals abperlt!

Da möchte ich doch am liebsten mit in den Pool springen!
Nachdem die Federn ausgiebig gewaschen wurden, beginnt das Sonnenbaden. Hierzu breiten die Geier ihre riesigen Flügel aus, flattern noch einige Male kräftig hin und her und setzen sich dann in die Sonne.
Das ganze nochmal und nochmal!
So flauschig wie auf dem ersten Bild sieht die Halskrause nach dem Bad natürlich nicht mehr aus. Aber das ändert sich, sobald die Federn getrocknet sind.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Geier am Neujahrstag

Neben den Marabus im Geierrestaurant von VulPro möchte ich natürlich nicht die Kapgeier und Weißrückengeier missachten.
Hier ein junger Weißrückengeier mit Krallenring zur Identifikation. Der Gute hat schon ordentlich zugelangt und sein Kropf ist prall gefüllt.
Kapgeier im Landeanflug.
Hungrig knabberten die Geier jeden Zentimeter Schweinehaut ab, in der Hoffnung, dass noch ein paar Aasfetzen zu finden sind. Wie gerne würde ich ihnen eine riesige Kuh servieren, damit sie sich alle sattfressen können.
Die Geier waren so hungrig und es gab so wenig Aas, dass sie sich sogar über Innereien und Fetzen hermachten, die sie sonst eher liegenlassen.
Tauziehen mit den Eingeweiden.
Eigentlich waren sämtliche Knochen blitzblank abgenagt, aber dennoch suchten die Geier hungrig weiter.
Ein ganz besonderer Gast heute im Restaurant: Ein Savannenadler oder Raubadler (Tawny Eagle). Den Kollegen habe ich hier noch nie gesehen!
Ob bewusst oder unbewusst, der Geier hier hatte einiges Gedärm um seinen Hals gewickelt und kam daher mit dem Schnabel nicht richtig dran. Dies hatte zur Folge, dass er von anderen Geiern kreuz und quer übers Feld gejagt wurde.
Die Milane kreisen seit einigen Tagen über VulPro. Früher gab es hier bestimmt ein Dutzend, aber jetzt sind sie deutlich seltener geworden.
Nachmittags bekamen die Kapgeier in der Brutvoliere von Obert eine Aasration serviert.
Begeistert machten sie sich über das Aas her...
… und formten schon bald ein Geiermandala rund ums Aas.
Liebe Krummschnäbel und Geierfreunde: Happy New Year!!!