Dienstag, 15. Mai 2018

Schönheiten von VulPro

Nachdem ich gestern von unserem befreundeten Taxifahrer bei VulPro abgeholt wurde, hörte der Regen auf und die Abschiedstraurigkeit kam auf. Irgendwie kamen wir aber auf das Thema Bücher zu sprechen und schon plauderten wir die Stunde Autofahrt nach Johannesburg über unsere Lieblingsautoren. Bisher habe ich in den beiden Bücherläden am Flughafen immer eine gute Beute gemacht und so war es auch diesmal. Es gibt einfach immer wieder neue Bücher über die Natur Afrikas, Tiergeschichten, Erfahrungsberichte und Fachbücher. Schon bald hatte ich mich für drei neue Bücher entschieden. Beim nächsten Besuch muss ich mir unbedingt vorher eine Liste schreiben, welche Bücher ich bereits habe ;-)
Während des Rückfluges, der einer nicht endenden turbulenten Achterbahnfahrt ähnelte und einem Schweinsgalopp durch den Flughafen Frankfurt, um in letzter Sekunde meinen Anschlussflug zu erreichen, hatte ich genug Zeit noch einmal an alle wunderschönen Geierarten und Sympathieträger von VulPro zu denken! Daher nochmal hier alle Schönheiten im Portrait und als Ganzkörperbild:
Männlicher Andenkondor:
Weiblicher Andenkondor:
Weiblicher Andenkondor (links), männlicher Andenkondor (rechts):
Kapgeier:
Königsgeier:
Marabu:
Ohrengeier:
Palmgeier:
Weißrückengeier:
Wollkopfgeier:
Sind diese Vögel nicht wunderschön???
In jedem Fall kann ich morgen wieder mit herrlichen, neuen Erlebnissen und Erinnerungen in den Alltag starten!

Montag, 14. Mai 2018

Mach's gut, VulPro!!!

Neben den vielen Ohrengeiern habe ich mich natürlich auch von den anderen Geiern bei VulPro verabschiedet. Die Kapgeier in der Großvoliere sahen ein wenig genervt rund um den Schnabel aus. Kein Wunder bei der feuchten Kälte und der nass-strähnigen Halskrause.
Auf Wiedersehen, ihr lieben Krüppelgeier!
Passt gut auf den Marabu auf! Er muss sich erst noch an sein Handicap gewöhnen und fühlt sich vermutlich noch etwas fremd.
Hoffentlich verheilt sein Flügelstumpf gut! Und falls er nicht bei VulPro bleiben sollte, dann wünsche ich ihm ein liebevolles neues Zuhause, wo er genauso angehimmelt wird wie von uns!
Auch der flügelamputierte Ohrengeier in der offenen Voliere möge sich bitte mit dem Marabu vertragen und nicht um seine Eintagskükenration streiten.
Den Weißrückengeiern in der Brutvoliere drücke ich die Daumen, dass weitere Dramen ausbleiben und vielleicht noch das ein oder andere Ei problemlos gelegt werden kann!
In der Kapgeier-Brutvoliere gab es zum Abschied zwei neue Eier in der Voliere. Macht fleißig weiter so, damit in eineinhalb Monaten die ersten flauschigen Küken das Licht der Welt erblicken!
Die Wollkopfgeier beachteten mich kaum, weil sie so begeistert von ihrem Aas waren.
Endlich ist der Kropf mal wieder kugelrund gefressen!
Ein besonderes Spektakel bot sich mir wenigen Minuten bevor mich das Taxi abholte: Sämtliche Geier in der Großvoliere breiteten in der Regenpause ihre riesigen Flügel aus und warteten auf ein paar Sonnenstrahlen - die leider ausblieben.
Ein toller Anblick!!!
Als würden sie alle zum Abschied gleichzeitig winken!
Auch von den neuen und alten Andenkondoren nahm ich Abschied, während sie in ihrem Aas rumzupften.
Beim neuen Andenkondor-Mann sah die Halskrause besonders struppig aus. Aber einen schönen Geier kann nichts entstellen!
Natürlich nahm ich auch Abschied von den Nichtgeier-Bewohnern von VulPro, den Pferden, den Hunden, der Eule...
...dem Fischadler...
...und dem Schreiadler.
Jeder Abschied ist aufs neue schwierig, auch wenn es bereits mein neunter Abschied ist! Ich bin sehr dankbar diesen Ort gefunden zu haben, an dem ich mich so sehr wohlfühle, dass ich immer wieder den langen Flug in Kauf nehme und dort einfach abschalten und eine tolle Zeit haben kann! Auch wenn ich natürlich nicht immer dort sein kann, ich bin mir sicher, dass ich immer ein Teil von VulPro sein werde und VulPro immer ein Teil von mir! Bis zum nächsten Mal!!! Und danke für alles!!!

Regenguss zum Abschied

Als ich heute Morgen wach wurde, plästerte es vom Himmel hoch bei VulPro. Dabei hatte ich vorher zwei Wochen lang kaum Wolken gesehen. Gut für die Landschaft, aber schlecht, um sich in aller Ruhe von den Geiern zu verabschieden :-(
Also musste ich die wenigen sehr kurzen Regenpausen nutzen, um schnell zu den Geiern rüberzuflitzen. Die Geier sahen natürlich alle wenig begeistert aus und waren patschnass. Aber immerhin haben heute auch die letzten hungrigen Krummschnäbel ihre Aas-Ration bekommen. Daher hier eine kleine Fotoserie des süßen Ohrengeier-Paares, das gestern am sehnsüchtigsten unserem Aas nachgeschaut hatte.
Ich werde diese beiden sehr, sehr vermissen! Hoffentlich schaffen sie es doch noch endlich ein Ei zu legen!
Ob das ein Abschiedswinken mit dem Riesenflügel ist? Machs gut, mein Hübscher!
Auch das andere Ohrengeier-Paar und der Königsgeier bekamen ein lecker Schweineaas.
Anschließend breitete der süße König seine Flügel aus und versuchte sich die Federn trocken zu schlagen. Vergebene Liebesmüh, denn sofort ging der Regen weiter!
Zum Abschied gab es noch ein paar Streicheleinheiten fürs Köpfchen und den Schnabel. Schade, dass er sich bei mir zu Hause mit Sicherheit nicht wohl fühlen würde. Ansonsten würde ich sogar den Geierschiss in der Wohnung und den Aasgeruch in Kauf nehmen.
Die beiden Ohrengeier schienen ganz in Balzlaune und flirteten sich fleißig an.
Natürlich besuchte ich auch noch die drei Ohrengeier, die sich mit den drei Palmgeiern eine Voliere teilen.
Auch hier war kräftiges Flügelschlagen gegen die Wassertropfen angesagt.
Ein komisches Gefühl bald keine Geier mehr im Garten zu haben...