Sonntag, 15. Oktober 2017

Gustav im Indian Summer

Bei meinem Besuch der Gänsegeier und Marabus im Zoo Duisburg durfte ein kleiner Gustav nicht fehlen. Schließlich wollte der kleine unbedingt einen Indian Summer erleben. Schnell noch Sebastian am Tigergehege eingesammelt und los ging die abenteuerliche Suche nach Herbstlaub. Erster Fotostopp: Der Chinesische Garten.
Hier ist das Laub wirklich bereits in allen Farben vertreten, aber das Licht leider suboptimal.
Trotzdem flatterte Gustav auf der schönen Brücke vor dem Koi-Teich herum und bewunderte sein hübsches Spiegelbild im Wasser.
Am kleinen Wasserfall gönnte er sich einen erfrischenden Schluck Wasser und hätte am liebsten die Wasserrutsche ausprobiert.
Die Aussicht von meinem liebsten Picknickplatz im Zoo. Allerdings habe ich seit der Grundschule nicht mehr hier gepicknickt...
Gustav im Bambuswald. Da sind gute Slalom-Flugkünste gefragt.
Das schönste Laub lag allerdings nicht auf dem Boden, sondern hing noch hoch oben in den Bäumen.
Geiersturzflug!
So eine Landung in der "Wurschttanne" kann ziemlich pieksig unterm Geierhintern werden.
An der Baustelle der Fasanerie. Ob sich mit so einem Mini-Spielzeug-Bagger überhaupt was Vernünftiges bauen lässt? Gustav ist skeptisch...
Geier-Suchbild.
Perfekt getarnt im Laubhaufen. Ich hätte ja gerne ein paar Bilder mit Gustav im Laubregen gemacht, aber vermutlich wäre der Zoo nicht begeistert gewesen, wenn ich mit dem Laubbläser die Laubhaufen wieder auf dem Gehweg verteilt hätte...
Guckuck!
Nach dem Sightseeing-Flug quer durch den Zoo hätte sich Gustav gerne eine Kutschfahrt zum nächsten Geierrestaurant gegönnt. Leider "außer Betrieb".
Am Löwengehege angekommen perfektionierte Gustav seine Slalom-Flugkünste kreuz und quer durch die Bambusstangen. Das kann niemand so gut wie er!
Der stolze Bezwinger des Bambuswaldes.
Nach einem aufregenden Ausflug in den Zoo Duisburg durfte Gustav mir daheim beim Laubfegen helfen. Da dieser Sommereinbruch bestimmt nicht lang anhält, gilt es schonmal das Feuerholz für die kältere Jahreszeit zu sichten.
Wollen wir hoffen, dass Gustav nicht auch noch den brennenden Kamin in Aktion erkunden möchte...

Herbstlicher Spaziergang

Bei fast 25 °C und strahlender Sonne ging es nach drei verschleimt-verschnupften Tagen Bettruhe heute in den Zoo Duisburg, um die Gänsegeier und Marabus zu besuchen. Schon um 10 Uhr war Hochbetrieb, was für den Zoo im Herbst natürlich super ist.
Bei meiner Ankunft saßen beide Geier gemeinsam an ihrem bevorzugten Brutplatz. Während Mamageier im gleichen Moment weghüpfte, blieb Papageier noch etwas sitzen.
Kurz darauf lief er allerdings seiner Dame hinterher, die mittlerweile auf einen umgestürzten Baumstamm geklettert war.
Die alte Fasanerie ist mittlerweile komplett abgerissen und der Boden geebnet. Zum Glück war heute kein Baulärm und das Geiergehege wieder von zwei Seiten zu bewundern. Die dritte Seite ist nach wie vor wegen Umsiedlung eines Hornissenvolkes geschlossen.
Beim Sonnenbaden ist der ruinierte, teilamputierte Flügel von Mamageier gut zu erkennen. Der Duisburger Zoo beweist aber, dass auch flugunfähige Geier sich verpaaren und gesunde Küken aufziehen können. Ein Grund mehr um das Leben jedes verletzten Geiers zu kämpfen. Ich habe gehört, dass in Spanien teilweise bereits invalide Geier in Auffangstationen eingeschläfert werden müssen, weil die Stationen hoffnungslos überlaufen sind und man sich auf die Rettung von den Geiern konzentrieren muss, die vielleicht noch eine Chance auf Auswilderung hätten. Natürlich verständlich, aber sehr traurig. Ich wünschte es würde mehr Zoos geben, die invalide Geier aus Auffangstationen aufnehmen und ihnen eine Chance auf ein würdiges Leben geben!!! Wird auch nur ein gesundes Küken geboren und später in freier Natur ausgewildert, dann hat sich der Einsatz gelohnt!
Dieses süße Geierpärchen hat bereits mehrfach bewiesen, wie gut es trotz Behinderung mit der Kükenaufzucht klappt!
Das Laub im Zoo ist bereits in tollen Herbsttönen gefärbt, so dass sich ein ausgiebiger Spaziergang bestens gelohnt hat. Natürlich ging es zwei, drei weitere Male an den Geiern vorbei.
Marabus im Gegenlicht...
...und später von der anderen Seite.
Papageier und Mamageier beim Mittagsschlaf.
Nach einer weiteren Runde hatten sich die Geier ausgeruht und saßen gemütlich in der Sonne.
Papageier...
...und Mamageier.
Auf die Marabus genossen die Sonne und eine ausgiebige Gefiederpflege.
Was war eigentlich heute mit den Perlhühnern los? Ich weiß genau, dass ich ein ganzes Rudel bei meinem Eintreffen gesehen hatte, aber ich wüsste nicht, dass ich auch nur eines der Viecher gehört habe! Ob ich sie mit meinem Gelästere eingeschüchtert habe? Das täte mir fast schon wieder leid ;-)
Natürlich ging ich auch bei den ausquartierten Geier in ihrem schönen, umgebauten Gehege vorbei. Beide Geier hatten sich hohe Äste ihrer neuen Kletterbäume ausgesucht, von wo aus sie das Geschehen im Zoo überblicken konnten.
Nach dem Umbau der Voliere kommen die Geier wesentlich besser zur Geltung und präsentieren sich selbstbewusster.
Mittlerweile befürchte ich fast, dass die Bilder dieser beiden schöner werden als vom erfahrenen Brutpaar im großen Marabu-Gehege.
Portrait-Shooting.
Ich bin definitiv kein Freund von Echtpelz. Aber Geier dürfen ihre prächtige Halskrause natürlich tragen! ;-)
Sooo lang ist mein Hals!
Hehe, mit ausgefahrenem Hals sieht die Nahaufnahme gleich ganz anders aus.
Später wurde der Geier von der Sonne wie von einem Scheinwerfer angestrahlt. Ein wunderschönes Tier!
Auch sein Geierschatten ist nicht zu verachten.
Machts gut, Geier, bis zum nächsten Mal.
Während die Tierpfleger fleißig Laub harkten, hatte es sich dieses vorwitzige Geflügel auf einem Laubhaufen gemütlich gemacht.
Leider wurde er nach einer Weile doch noch weggejagt, damit das Laub eingesammelt werden konnte.
Bei so einem tollen Wetter und dem schönen, bunten Laub zeigt sich mal wieder, warum der Herbst meine Lieblingsjahreszeit ist!
P.S.: Ich habe vorhin zwei Blogartikel vom Besuch meiner Patengeier im Tierpark Nordhorn nachgetragen. Bitte einmal zum 01.10.2017 zurück klicken.