Freitag, 1. Juni 2018

Sperbergeier im Norden der Niederlande

Egmond aan Zee ist immer wieder ein verlängertes Wochenende wert. Und wenn die Geier-Sehnsucht zu groß ist, treiben sich im nahe gelegenen Van Blanckendaell Park sogar zwei Sperbergeier herum.
Endlich wieder ein paar Geier! Ich hatte schon wieder richtige Entzugserscheinungen.
Sperbergeier sind schon besonders attraktive Exemplare mit ihrem gecheckten Gefieder!
Neu eingezogen sind ein paar Kräuselhauben-Perlhühner in der Geiervoliere...
...während die normalen Perlhühner nebenan wohnen.
Das süße Sperbergeier-Pärchen!
Zugegeben, außer ein bisschen Gefiederpflege war nicht viel los bei den Geiern.
Trotzdem ist es immer wieder schön sie zu beobachten und ihnen etwas Aufmerksamkeit zu schenken.
Nur zwei Gehege weiter leben die roten Riesenkängurus. Während ein erwachsenes Tier chillig im Gras lag...
... hoppelte ein kleines Riesenbaby mit traumhaften Ohren am Zaun entlang. Als es mich sah, war es sowas wie Liebe auf den ersten Blick. Das Babykäng wollte nicht mehr von mir weg und hoppelte neben mir am Zaun entlang. Dabei entfernte es sich immer wieder von seiner Mutter, die ihm aufmerksam nachschaute. Gemeinsam liefen bzw. hoppelten wir eine ganze Runde um das Gehege und ich wollte das Kleine zu seiner Mama zurückbringen. Aber es folgte mir weiterhin. Schweren Herzens ging ich nach einer Weile mit und drehte mich lieber nicht um, obwohl das Kleine verzweifelt versuchte mir durch den Zaun hindurch zu folgen. Armes Kleines!
Bei den Kamelen war gemütliches Abhängen angesagt. Da hätte ich mich am liebsten direkt daneben gelegt und mich in sein Fell gekuschelt.
Klapper klapper.
Und zu guter Letzt noch eine köstliche Ration traumhafter Ohren!

Dienstag, 22. Mai 2018

Gastbeitrag: Eilmeldung aus Osnabrück

Heute erreichten mich brandheiße Gastbeitrag-Neuigkeiten von meiner Schwester aus dem Zoo Osnabrück:
Hier wird eine große, neue Geiervoliere gebaut!
Meine Schwester und meine Nichte ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen unauffällig hinter die Kulissen zu schauen und ein exklusives Geier-News-Video zu drehen. Außerdem versuchten sie an Infos aus erster Hand zu kommen. Auf dem Ankündigungsschild der neuen Voliere waren eindeutig Mönchsgeier abgebildet. Umso erstaunlicher, als der Herr vom Zoopersonal mehrfach aufgeregt betonte, dass hier Gänsegeier einziehen würden. Das neue Geierpärchen würde bereits in einem anderen Zoo darauf warten, dass es nach Osnabrück in seine Voliere umziehen könne.

Später stellte sich bei genauer Nachfrage heraus, dass es sich natürlich doch um ein Mönchsgeierpaar handelt. Ich denke es ist aber verständlich, dass bei aller Euphorie um wunderschöne neue Zoobewohner schonmal ein kleines Detail verwechselt werden kann ;-) Welche Geierart auch immer, ich finde es super, dass immer mehr Zoos in neue Geiervolieren investieren. Diese bildschönen Tiere scheinen also doch nicht in der Menge von allerwelts Lieblingen unterzugehen.
Wenn alles gut geht, dann wird die Voliere bereits in wenigen Wochen eröffnet!
Das exklusive Video von Cora mit den Geier-News aus Osnabrück findet ihr hier, auf Cara Caros Kanal.
https://www.youtube.com/watch?v=XpJu1LMeANQ&feature=youtu.be

Dienstag, 15. Mai 2018

Schönheiten von VulPro

Nachdem ich gestern von unserem befreundeten Taxifahrer bei VulPro abgeholt wurde, hörte der Regen auf und die Abschiedstraurigkeit kam auf. Irgendwie kamen wir aber auf das Thema Bücher zu sprechen und schon plauderten wir die Stunde Autofahrt nach Johannesburg über unsere Lieblingsautoren. Bisher habe ich in den beiden Bücherläden am Flughafen immer eine gute Beute gemacht und so war es auch diesmal. Es gibt einfach immer wieder neue Bücher über die Natur Afrikas, Tiergeschichten, Erfahrungsberichte und Fachbücher. Schon bald hatte ich mich für drei neue Bücher entschieden. Beim nächsten Besuch muss ich mir unbedingt vorher eine Liste schreiben, welche Bücher ich bereits habe ;-)
Während des Rückfluges, der einer nicht endenden turbulenten Achterbahnfahrt ähnelte und einem Schweinsgalopp durch den Flughafen Frankfurt, um in letzter Sekunde meinen Anschlussflug zu erreichen, hatte ich genug Zeit noch einmal an alle wunderschönen Geierarten und Sympathieträger von VulPro zu denken! Daher nochmal hier alle Schönheiten im Portrait und als Ganzkörperbild:
Männlicher Andenkondor:
Weiblicher Andenkondor:
Weiblicher Andenkondor (links), männlicher Andenkondor (rechts):
Kapgeier:
Königsgeier:
Marabu:
Ohrengeier:
Palmgeier:
Weißrückengeier:
Wollkopfgeier:
Sind diese Vögel nicht wunderschön???
In jedem Fall kann ich morgen wieder mit herrlichen, neuen Erlebnissen und Erinnerungen in den Alltag starten!

Montag, 14. Mai 2018

Mach's gut, VulPro!!!

Neben den vielen Ohrengeiern habe ich mich natürlich auch von den anderen Geiern bei VulPro verabschiedet. Die Kapgeier in der Großvoliere sahen ein wenig genervt rund um den Schnabel aus. Kein Wunder bei der feuchten Kälte und der nass-strähnigen Halskrause.
Auf Wiedersehen, ihr lieben Krüppelgeier!
Passt gut auf den Marabu auf! Er muss sich erst noch an sein Handicap gewöhnen und fühlt sich vermutlich noch etwas fremd.
Hoffentlich verheilt sein Flügelstumpf gut! Und falls er nicht bei VulPro bleiben sollte, dann wünsche ich ihm ein liebevolles neues Zuhause, wo er genauso angehimmelt wird wie von uns!
Auch der flügelamputierte Ohrengeier in der offenen Voliere möge sich bitte mit dem Marabu vertragen und nicht um seine Eintagskükenration streiten.
Den Weißrückengeiern in der Brutvoliere drücke ich die Daumen, dass weitere Dramen ausbleiben und vielleicht noch das ein oder andere Ei problemlos gelegt werden kann!
In der Kapgeier-Brutvoliere gab es zum Abschied zwei neue Eier in der Voliere. Macht fleißig weiter so, damit in eineinhalb Monaten die ersten flauschigen Küken das Licht der Welt erblicken!
Die Wollkopfgeier beachteten mich kaum, weil sie so begeistert von ihrem Aas waren.
Endlich ist der Kropf mal wieder kugelrund gefressen!
Ein besonderes Spektakel bot sich mir wenigen Minuten bevor mich das Taxi abholte: Sämtliche Geier in der Großvoliere breiteten in der Regenpause ihre riesigen Flügel aus und warteten auf ein paar Sonnenstrahlen - die leider ausblieben.
Ein toller Anblick!!!
Als würden sie alle zum Abschied gleichzeitig winken!
Auch von den neuen und alten Andenkondoren nahm ich Abschied, während sie in ihrem Aas rumzupften.
Beim neuen Andenkondor-Mann sah die Halskrause besonders struppig aus. Aber einen schönen Geier kann nichts entstellen!
Natürlich nahm ich auch Abschied von den Nichtgeier-Bewohnern von VulPro, den Pferden, den Hunden, der Eule...
...dem Fischadler...
...und dem Schreiadler.
Jeder Abschied ist aufs neue schwierig, auch wenn es bereits mein neunter Abschied ist! Ich bin sehr dankbar diesen Ort gefunden zu haben, an dem ich mich so sehr wohlfühle, dass ich immer wieder den langen Flug in Kauf nehme und dort einfach abschalten und eine tolle Zeit haben kann! Auch wenn ich natürlich nicht immer dort sein kann, ich bin mir sicher, dass ich immer ein Teil von VulPro sein werde und VulPro immer ein Teil von mir! Bis zum nächsten Mal!!! Und danke für alles!!!