Sonntag, 18. September 2016

Futterhilfe für Namibias Geier

Als meine Eltern von ihrer Namibia-Safari zurückkamen, gab es leider diesmal kaum Geier-Begegnungen zu verzeichnen. Allerdings hatten Besitzer einer Lodge davon berichtet, dass ihnen ein Oryx in den Pool gefallen und ertrunken ist. Um die hungrigen Geier Namibias zu unterstützen, legten sie das tote Oryx aus. Schon bald sammelten sich einige Geier um den Kadaver und das Wasser lief ihnen im Schnabel zusammen. Allerdings fingen sie nicht an zu fressen, sondern warteten stundenlang neben dem Kadaver, nur um dann hungrig wieder heimzufliegen. Praktischerweise erinnerte sich meine Mutter an einen Hinweis, den ich ihr vor Abreise noch schnell erzählt hatte: Falls irgendwo ein aufgeblähter Kadaver herumliegt und hungrige Geier drum herum sitzen ohne zu fressen, dann bitte den Kadaver aufschlitzen!
Wisst ihr auch warum? Ganz einfach: Es handelt sich bei den hungrigen Geiern sehr wahrscheinlich um Weißrückengeier - den Gänsegeiern sehr ähnlich - die mit ihrem relativ schwachen Schnabel die Haut von Kadavern nicht aufreißen können. In der freien Natur fallen Kadaver häufig an, wenn Raubtiere jagen. Ihre Beutetiere haben dann große Verletzungen und ihre Haut ist aufgerissen, weil die Raubtiere sich den Wanst vollgeschlagen haben. Durch diese Öffnungen können Geier mit schwächeren Schnäbeln ans leckere Fleisch gelangen. In Namibia gibt es zwar auch Ohrengeier, die einen sehr kräftigen Schnabel haben, aber ihre Population ist leider nicht besonders groß. Sie könnten allerdings die Haut eines Oryx aufreißen und damit auch ihren Weißrückengeier-Kollegen den Zugang zum Aas erleichtern. Die kleinen Geierarten wie Schmutzgeier und Kappengeier haben übrigens so kleine Schnäbel, dass es nur für Aasfetzen reicht, die andere Geier übrig lassen. Bartgeier verzichten sogar fast vollständig auf Fleisch und ernähren sich zu 95 % nur von Knochen. So hat jeder Geier seine eigenen Fähigkeiten und Vorlieben am Aas.
Meine Mutter hat den Lodge-Besitzern netterweise den Zusammenhang erklärt und diese konnten es gut nachvollziehen. Ihnen taten die hungrigen Geier ja selber leid, die das Aas erst am nächsten Tag fressen konnten, nachdem nachts der Schakal kam und das Aas angekaut hatte. Beim nächsten Mal werden sie mit Sicherheit das Aas Geier-gerecht vorbereiten.
Das Oryx war gerade erst gestorben und daher in der Hitze noch nicht aufgebläht. Aber sollte dies doch einmal der Fall sein, dann ist es ein klares Zeichen, dass das Aas keine Angriffsfläche für Geier bietet. Daher bitte mit einem Messer die zähe Tierhaut einschneiden. Es kostet gerade bei aufgeblähten Kadavern viel Überwindung, aber das einzige, was bisher in meiner langjährigen Aaszubereitungserfahrung explodiert ist, war mein Geruchssinn, wenn ich nicht lang genug die Luft anhalten konnte ;-)

Samstag, 10. September 2016

Plädoyer für hässliche Tiere

(Spinnenphobiker, bitte aufpassen!!!)
Immer wieder werde ich darauf angesprochen, dass Geier doch eigentlich hässliche Tiere sind. In meinen Augen sind sie wunderschön, aber vermutlich für viele andere Leute nicht. Genauso wie für mich Spinnen die fiesesten Tiere der Welt sind und andere Leute sie wunderschön finden. Schon immer habe ich mich vor Spinnen geekelt. Es war mir auch immer egal, ob sie giftig sind oder nicht, denn meine Angst bezog sich eher auf die Herzinfarkt-Gefahr, wenn ich nur so ein pelziges Biest sehe. Zweimal bin ich beim Anblick eines Riesenmonsters unkontrolliert durchgedreht, mit Heulanfällen, Zittern, Panik und einer schlaflosen Nacht. Damals konnte ich nichtmal mehr die Augen zumachen, weil ich sofort ein haariges Spinnenbein vor Augen hatte. Wem wäre es da zu verdenken, dass ein beliebtes Motto lautet: Nur eine tote Spinne ist eine gute Spinne.
Ich war schon immer ein Befürworter der Konfrontationstherapie, die bei Spinnenphobien offenbar das effektivste Gegenmittel ist. Aber mal ehrlich: Wer möchte sich schon gerne darauf einlassen stundenlang Spinnenbilder anzuschauen und die ganze Zeit dran zu denken, dass dir das Biest später über die Hand krabbelt? Widerlich! Aber sich die Urlaubsfreude durch die Angst vermiesen lassen, dass es zu unfreiwilligen Begegnungen mit Achtbeinern kommt, ist ja auch doof. Vor allem letztes Jahr vor meinem Ohrengeier-Einsatz in Namibia hatte ich Riesensorgen, weil wir ja in der Wüste und in Zelten geschlafen haben. Abends im Dunkeln am Lagerfeuer sitzen und wissen, dass die Biester nachtaktiv sind… da waren die Horrorvisionen vorprogrammiert. Letztendlich habe ich in den zwei Wochen vor Ort keine einzige gesehen, hatte aber zwei Monate lang vorher ein mulmiges Gefühl. Damit wollte ich nicht für den Rest meines Lebens leben.
Manchmal kommt ein Zufall zum anderen und so habe ich über meine Bewerbung zum „Noah 2015“ im Zoo Duisburg den Dozenten des Spinnen-Seminares im Zoo kennengelernt. Nach diversen „Gesprächen“ über das unliebsame Viehzeugs habe ich mir überlegt den Viechern endlich eine Chance zu geben und das Seminar zu besuchen. Gerade als Geierfreund weiß ich ja, wie schwierig es ist Leute von der wahren Schönheit meiner Lieblingstiere zu überzeugen bzw. zumindest Verständnis für sie aufzubauen. Wie könnte ich mich da weiterhin verschließen, wenn plötzlich ein Spinnenfreund vor mir steht und um mehr Verständnis wirbt? Klar, Worte wie „Schönheit“ verbinde ich definitiv nicht mit Spinnen, aber vielleicht kann es wirklich nicht schaden mir einiges über die Biester anzuhören und mich sensibilisieren zu lassen. Vielleicht sitzt ja dann eines Tages die Hand nicht mehr so locker an der Fliegenklatsche, sondern ich fange an Spinnen lebend aus meiner Wohnung zu befördern!?
Über Monate konnte ich mich nun mit dem Gedanken anfreunden tatsächlich dieses Spinnen-Seminar zu besuchen und gegen Ende hin habe ich mich fast schon drauf gefreut. Daher auch eine erste Mutprobe mit diesen beiden pelzigen Spinnen im Zoo Leipzig:
Eine Woche später wurde es dann ernst. Mit einem Kollegen zur Unterstützung ging es mit schweißnassen Händen zum Spinnen-Seminar! Vorher holte ich mir allerdings noch etwas seelischen Beistand bei den Duisburger Gänsegeiern und Marabus.
Und immer schön daran denken: Würde eine fette, haarige Spinne auf ein ängstliches Geierküken zukrabbeln, dann würde ich auch ohne Spinnen-Seminar keine Sekunde zögern das Geierküken zu retten! Jetzt muss ich das Gleiche irgendwie auch für mich selber schaffen!
Das Seminar war gut besucht und die Angst und Skepsis stand den Teilnehmern deutlich ins Gesicht geschrieben. Vor allem bei dem Anblick der durchsichtigen Behältnisse, in denen sich eindeutig lebende Spinnen befanden. Zur ersten Überwindung ging allerdings erstmal eine Stoffspinne mit großen Kulleraugen reihum, genau wie die aus dem Zoo Leipzig. Nette Auflockerungsübung, aber die Anspannung wollte dennoch nicht nachlassen. Es folgte eine Präsentation über wichtige Aspekte, die man über Spinnen wissen sollte. Allerdings untermalt mit zahllosen Bildern dieser ziemlich unattraktiven Geschöpfe. Auf Großleinwand sahen viele in meinen Augen absolut fies und gruselig aus. Immerhin war es ein kleiner Trost, dass es manchmal ein zweites Bild gab, wo das Monster neben einem Zollstock saß und plötzlich gar nicht mehr so riesig wirkte. Da kam direkt der Gedanke auf: "Mit einem stabilen Schuh würde ich mich gerade noch trauen das Vieh plattzutreten!" Komischerweise meldete sich sofort das schlechte Gewissen, weil ich ja eigentlich zu dem Seminar wollte, um Spinnen in Zukunft nicht mehr zu töten. Der Gedanke war dennoch beruhigend. Ganz ekelerregend war das Video einer Vogelspinnenpaarung, wo der haarige Pelzwuschel plötzlich nicht nur 8 haarige Beine hat sondern sogar 16! HORROR!!!
Zwischendurch wurden kleinere Spinnen in Plastikbechern rumgereicht sowie die Häutung von fetten Haarigen. Normalerweise kann ich mir sowas nicht angucken, weil die Dinger ja wie ausgestopfte Spinnen aussehen. Aber wenn ich schon da bin, dann muss ich da wohl durch. Der Anblick reichte allerdings auch mit ausgestrecktem Arm - ich will ja nicht direkt übertreiben. Schließlich kam dann aber der große Moment, auf den wir alle mit Spannung und Ekel gewartet haben: Die Vogelspinne wurde aus ihrer Box freigelassen. Angeblich hat sie mehr Angst vor uns als wir vor ihr. Haha, dass ich nicht lache! Sie bewegt sich auch vor Angst nicht, wenn sie erstmal auf einer menschlichen Hand sitzt. Sehr überzeugend, wenn das Biest munter kreuz und quer über die Hände des Dozenten krabbelt, seinen Arm hochwetzt und es sich in seinem Nacken bequem macht - während wir vor Ekel halb unterm Tisch versinken. Brrrrrrrrrrr. Aber Hut ab, wie ruhig der Spinnen-Trainer dabei bleiben konnte. Als er mit der Spinne im Nacken tiefenentspannt die zweite Vogelspinne zu Vorführzwecken aus einer Box holte, schätzte ich kurz den Abstand zum Fenster ab. Der direkte Fluchtweg durch die Tür war leider von zwei Vogelspinnen versperrt. Nachdem die aktive Vogelspinne eingefangen war und die zweite Vogelspinne wesentlich ruhiger wirkte, klappte es auch wieder mit dem Atmen. Während ich zuschaute, wie sich die anderen Teilnehmer nach und nach an die Spinne rantrauten, versuchte ich verzweifelt die feuchten Hände unter Kontrolle zu bekommen. Aber hey, weder hysterischer Kreischanfall noch Heulattacke. Daher nicht lange überlegen, sondern Vogelspinne schnell auf die Hand setzen.
Brrr, ich kann es noch immer nicht glauben, dass ich es tatsächlich geschafft habe. Vermutlich habe ich einfach unter Schock gestanden und es deshalb ertragen. Und netterweise ist die Spinne brav sitzen geblieben, so dass mir der Anblick beweglicher, haariger Spinnenbeine auf meiner Hand erspart geblieben ist. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich sie sogar etwas näher zu mir holen, aber auf Kuschelkurs muss ich mit dem Biest nicht gehen. Da ist mir ein pelziges, wuscheliges Geierküken tausendmal lieber!!! Ich bin aber wirklich erstaunt, wie leicht so ein Riesenmonster ist. Das wurde mir zwar vorher bereits mitgeteilt, aber richtig glauben konnte ich es nicht.
Offenbar ekeln sich viele Teilnehmer eher vor den wesentlich kleineren, haarlosen Hausspinnen, die wir später auch auf die Hand nahmen. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen, da bei mir der Ekelreflex eindeutig die haarigen Beine sind. Natürlich ist es nicht schön, wenn die Hausspinnen in einem Affenzahn über Hände und Arme rennen, aber selbst das konnte ich später ertragen. Insgesamt war das Spinnen-Seminar also tatsächlich ein großer Erfolg. Bis zuletzt hatte ich gedacht, dass ich zwischendurch abbrechen oder einen Anfall kriegen würde und zu 95 % KEINE Vogelspinne auf die Hand nehmen würde. Aber irgendwie hat es doch geklappt. Vermutlich war mein Stolz größer als mein Ekel, aber vielleicht lag es auch einfach an dem geübten Seminar-Leiter, der aus langjähriger Erfahrung die Ängste der Teilnehmer kennt und richtig gut damit umgehen kann.
Überraschenderweise hatte ich in der folgenden Nacht keine Spinnen-Albträume und konnte nach 4 Jahren endlich Yonase verzeihen, der mir damals im Andenkondor-Projekt in Ecuador den zweiten Anfall meines Lebens beschert hatte, indem er mir vorm Schlafengehen das riesige Tarantel-Monster an unserer Glastür gezeigt hatte. Und ich konnte mir nach 9,5 Jahren die Foto-CD meines Australien-Mitreisenden anschauen, der mir damals seine Fotos leider inklusive Spinnenbilder gebrannt hatte - und die Viecher vor Ort waren nicht gerade klein (dort hatte ich übrigens den ersten Anfall meines Lebens). Zumindest in der Hinsicht hat das Seminar wirklich geholfen!!! Vielleicht traue ich mich bald auch zum ersten Mal an die Spinnen-Szenen aus "Herr der Ringe - Teil 3" ran, die ich bisher immer vermieden habe anzuschauen.
Insgesamt bin ich total stolz, dass ich das Seminar überstanden habe und das Pelzmonster auf die Hand genommen habe! Natürlich werde ich auch weiterhin weniger begeistert sein, wenn mir so ein Vieh über den Weg krabbelt, aber ich fühle mich jetzt deutlich entspannter. Vermutlich wird nun im Urlaub die Sorge vor Gift und Spinnenbiss den Ekel überwiegen, aber ich will mal nicht die Spinne an die Wand malen. Jetzt feiere ich mich erstmal selber, dass ich es überlebt habe und meine größte Angst bekämpft habe. Wenn ich es jetzt noch schaffe die Spinnen ein wenig zu verniedlichen, dann kann ich den Erfolg hoffentlich noch etwas in die Länge ziehen.
Vielleicht liest ja eines Tages ein Spinnenfreund diesen Blogeintrag und stellt dabei fest, dass er vielleicht auch endlich den "hässlichen" Geiern eine faire Chance geben sollte. Dann hat sich meine Überwindung schon gelohnt! Und bekanntlich liegt die Schönheit im Auge des Betrachters!
An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Philipp für das gute Zureden und das wirklich interessante Seminar bedanken! Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl ausgelacht zu werden, falls ich schreiend den Saal verlassen würde. Das hat enorm bei der Überwindung geholfen! Jedem, der sein Spinnen-Problem ernsthaft in den Griff bekommen möchte und selber bereit zur Konfrontation ist, werde ich Dein Seminar bestens weiterempfehlen!!!

Dienstag, 6. September 2016

Zusammenfassung: VCF August

In Europa kreisen 4 der 23 Geierarten am Himmel: Gänsegeier, Bartgeier, Schmutzgeier und Mönchsgeier. Da Geier weltweit stark bedroht und viele Arten aus ihren ursprünglichen Lebensräumen bereits verschwunden sind, setzt sich in Europa die „Vulture Conservation Foundation“ (kurz: VCF) für ihren Erhalt und Schutz ein. In den vergangenen Jahren hatte ich das große Glück einige Mitglieder der VCF und ihre tolle Arbeit persönlich kennenlernen zu dürfen. Daher möchte ich nun regelmäßig eine Zusammenfassung des VCF-Newsletters in meinem Blog posten, um die gute Arbeit und Wissenswertes rund um unsere geliebten Geier weiter in die Welt hinauszutragen.
Die Population der Bartgeier auf Korsika ist im Gegensatz zu 2015 um ein weiteres Paar auf 4 Brutpaare sowie 2-3 erwachsene Einzelexemplare gesunken. Vor zehn Jahren waren es noch zehn Paare, allerdings mit geringem Bruterfolg. Zwei Eier wurden dieses Jahr gelegt, von denen eines für das Brutprogramm aus dem Nest entfernt wurde. Das Paar hatte seit 40 Jahren nicht erfolgreich gebrütet, so dass die VCF entschied zur Sicherung des speziellen Genpools das Ei selber in Spanien auszubrüten. Dem Junggeier geht es gut. Aus dem anderen Ei schlüpfte zwar ein Küken, aber leider wurde es nicht flügge.
Die wenigen Bartgeier auf Korsika sind die letzten Überlebenden einer früheren genetisch abgegrenzten Population, die auf Sizilien, Sardinien, Korsika und den Alpen vorkam. Leider hat von dieser ursprünglich großen Population kein einziges Exemplar in Gefangenschaft überlebt.
Die Haupt-Bedrohungen für die Bartgeier Korsikas sind Inzucht durch geringe genetische Vielfalt, Verluste durch Abschuss und (Blei-)Vergiftung und Nahrungsmangel. Daher ist es dringend nötig mit einem Action Plan die Population einerseits durch Auswilderung von Nachzuchten aufzustocken sowie den Genpool der Population Korsikas zu sichern und ebenfalls zu züchten. Außerdem wird zusätzliche Nahrung bereitgestellt. Das Projekt wird unter anderem unterstützt durch die Fondation Prince Albert II de Monaco.
Foto: J. F. Seguin (PNRC)
Schmutzgeier sind Europas seltenste Geierart und gelten weltweit als stark gefährdet. Während bei Bartgeier, Gänsegeier und Mönchsgeier in einigen Teilen Europas erster Zuwachs zu verzeichnen ist, nimmt die Schmutzgeier-Population immer weiter ab.
Verschiedene Projekte versuchen dem Negativ-Trend entgegenzuwirken, darunter auch das LIFE Projekt „The Return of the Neophron“ im Balkan. Auf der Balkan-Halbinsel hat die Population von 500 Paaren in den 80er-Jahren auf unter 80 Paare abgenommen.
Zur Übersicht der Schmutzgeier-Population wurden von 2006-2015 in Bulgarien und 2011-2015 in Griechenland Studien durchgeführt. Diese beiden Länder beheimaten ca. 50 % der Schmutzgeier-Population im Balkan. Im Schnitt blieben 38 % aller Brutversuche erfolglos. In 54 % der Fälle hatten die Schmutzgeier-Eltern nicht gebrütet und in 46 % der Fälle misslang die Brut in unterschiedlichen Stadien der Brutsaison. Auch diese missglückten Brutversuche wurden analysiert. Die Ursache für mehr als die Hälfte der Brutverluste blieb unbekannt. Analysierte Ursachen sind Unerfahrenheit junger Brutpaare, Raubtiere, Verfolgung, Krankheiten, Gift und schlechte Wetterverhältnisse.
Seit 2010 finden Mitte August jährliche Gänsegeier-Zählungen vorwiegend im westlichen Alpenraum Frankreichs und Italiens statt, bevor die Gänsegeier im September in ihre Brutgebiete heimkehren. Hierfür werden freiwillige Helfer gesucht.
Auf der portugiesischen Seite des Douro Canyons hat das einzige Mönchsgeierpaar zum dritten Mal in Folge erfolgreich gebrütet. Seit 2012 ist das Paar berühmt, da es das einzige jemals verzeichnete Mönchsgeierpaar ist, das ganze 97 km von der nächsten Mönchsgeier-Kolonie entfernt lebt.
Mönchsgeier starben in den 70er-Jahren als Bruttiere in Portugal aus. Hauptgrund waren Giftköder, die gegen andere Raubtiere ausgelegt wurden. Mit Anstieg der spanischen Mönchsgeier-Population kamen 2010 die ersten Mönchsgeier-Brutpaare nach Portugal zurück. Mittlerweile werden Mönchsgeier wieder regelmäßig im Douro Canyon beobachtet, häufig 5-6 Exemplare gemeinsam. Das LIFE RUPIS Projekt setzt sich dafür ein, dass sich die Mönchsgeier hier wohlfühlen und sich dauerhaft ansiedeln.
Foto: Bruno Berthémy/VCF
Nachdem letztes Jahr sechs junge Schmutzgeier in Italien ausgewildert wurden, werden in Kürze drei weitere junge Schmutzgeier in Bulgarien ausgewildert, um die dortige Population zu unterstützen.
Während verletzte Gänsegeier und Schmutzgeier in Schutzzentren aufgepäppelt und wieder ausgewildert werden konnten, ist dies mit Bartgeiern und Schmutzgeiern leider nicht möglich. Die einzige Chance ihre Population zu unterstützen ist die gezielte Nachzucht und Wiederansiedlung. Ob eine Auswilderung von nachgezüchteten jungen Schmutzgeiern genauso erfolgreich klappt wie bei den anderen Geierarten, soll nun getestet werden. Hierbei handelt es sich um ein EEP Programm (European Endangered Species Programme), ein Netzwerk aus Zoos und Zuchtzentren, koordiniert durch Anton Vaidl, Kurator für Vögel im Prager Zoo und Mitglied der VCF.
Von den sechs im letzten Jahr in Italien freigelassenen Schmutzgeiern schafften es zwei im Winter nach Afrika. Drei weitere wurden allerdings im Mittelmeerraum abgeschossen. Die diesjährigen Schmutzgeier-Jungtiere wurden in Zoos in Paris und Wien geboren und sollen im Norden Bulgariens freigelassen werden, ganz in der Nähe einer Futterstelle und eines aktiven Schmutzgeier-Nestes. Unterstützt werden sie durch die Bulgarian Society for the Protection of Birds/BirdLife Bulgaria, Rusenski Lom Nature Park und Green Balkans sowie das LIFE Projekt “The Return of the Neophron”.
Foto: VCF
Am 10.08.2016 wurden die drei jungen Schmutzgeier, die mittlerweile ihren weißen Flaum fast vollständig durch braune Federn ersetzt haben, in ein künstliches Nest im Naturpark „Rusenski Lom“ durch ein Team der Bulgarian Society for the Protection of Birds (BSPB) ausgesetzt. Dies ist die erste Schmutzgeier-Auswilderung, die jemals in Bulgarien und dem Balkan stattgefunden hat. Alle drei wurden mit farbigen Ringen und GPS-Sendern ausgestattet und werden durch das LIFE+ Projekt "The Return of the Neophron" betreut. Die beiden Weibchen wurden übrigens nach zwei Tierpflegerinnen benannt, Elodie und Regina. Das Männchen heißt Lom, wie der Park, in dem die drei ausgewildert wurden. Bis die drei flügge werden wird es noch gut zehn Tage dauern. In dieser Zeit werden sie genauestens beobachtet und mit Futter versorgt.
 
9 Tage später erfolgte die Bestätigung, dass es den drei jungen Schmutzgeiern gut geht. Sie haben sich mittlerweile an ihre GPS-Sender gewöhnt, fressen eigenständig und trainieren fleißig ihre Flügel, als würden sie bald durchstarten wollen.
Die Stiftung Pro Bartgeier und VCF haben einen kurzen Film über die Freilassung der beiden Bartgeier Alois und Cierzo in den Schweizer Alpen veröffentlicht. Insgesamt wurden 2016 17 junge Bartgeier von der VCF und ihren Partnern ausgewildert: 7 in Andalusien, 6 in den Alpen, 2 in Grands Causses und 2 auf Korsika. Alois und Cierzo wurden Ende Mai nahe Melchsee-Frutt in der Zentral-Schweiz durch die Stiftung Pro Bartgeier freigelassen. Dieses Ereignis wurde durch Lucas Pitsch dokumentiert.
Auch über die Auswilderung der aus dem Tierpark Friedrichsfelde in Berlin stammenden beiden Bartgeier Lucky und Charlie ist ein Film erschienen. Sie wurden dieses Jahr im Nationalpark Hohe Tauern (Österreich) freigelassen. Die erste Auswilderung fand dort 1986 statt. 30 Jahre später ist nun der erste wilde Junggeier geboren worden, der den Namen Kruml 4 bekam – benannt nach dem Krumltal, in dem er geschlüpft ist. Alle drei Junggeier sind im Juli flügge geworden und ihre Flugkünste werden stätig besser.
Bartgeier in Südafrika:
In den letzten 50 Jahren sind die Ausbreitungsgebiete der Bartgeier in Südafrika und damit auch ihre Anzahl um ca. 32-51 % zurückgegangen. Mittlerweile leben dort nur noch weniger als 400 Exemplare. Aus diesem Grund haben südafrikanische Artenschützer letztes Jahr beschlossen die wilde Population durch gezielte Nachzuchten zu unterstützen.
Foto: Shannon Elliot
Da in Südafrika nur ein einziger Bartgeier in Gefangenschaft lebte und sich die wilde Unterart von der in Europa unterscheidet, muss eine neue Zuchtgeier-Population aufgebaut werden. Dafür wurden nach Erfahrungsaustausch mit der VCF letztes Jahr 2 Bartgeier-Eier aus der Wildnis eingesammelt (das jeweils 2. Ei eines Paares) und mit einer Handpuppe aufgezogen, damit sich die Geier nicht an den Menschen gewöhnen. Das Programm wird durch die KwaZulu-Natal Wildlife authority geleitet und von dem African Birds of Prey Sanctuary sowie der Bearded Vulture Task Force unterstützt. Beiden Junggeiern geht es in ihrer Voliere mit künstlicher Felsenlandschaft sehr gut.
In diesem Jahr hoffte das Projekt auf vier weitere Eier aus Südafrika und Lesotho. Es wurden viele Geiernester beobachtet, aus denen Eier hätten entfernt werden können. Leider machten starke Schneefälle den Geierschützern einen Strich durch die Rechnung. Die meisten Nester waren weder zur Fuß, Auto oder Helikopter zu erreichen und die übrigen Nester enthielten keine Eier mehr. Daher konnten in diesem Jahr leider keine weiteren Eier gesammelt werden.
Schmutzgeier auf den Kanarischen Inseln:
Auf den Kanarischen Inseln Fuerteventura und Lanzarote leben die letzte n Exemplare einer stark bedrohten Schmutzgeier-Unterart. In den letzten Jahren ist ein kleiner Aufwärtstrend zu erkennen, der die Hoffnung zulässt, dass eines Tages auch auf den übrigen Kanarischen Inseln die Schmutzgeier wiederangesiedelt werden können, wo sie bereits ausgestorben sind.
Das Monitoring der Schmutzgeier begann 1998. Seit dem stieg die Anzahl der bewohnten Territorien von 21 auf 62 in 2016, da entspricht einer Zuwachsrate von 5 % pro Jahr. Etwa 90 % der verbliebenen ca. 277 Exemplare leben auf Fuerteventura, während sich die übrigen auf Lanzarote und das Chinijo Archipel verteilen.
Die größte Bedrohung für die Schmutzgeier waren tödliche Stromschläge durch ungesicherte Strommasten. In guter Zusammenarbeit mit den Stromunternehmen wurden viele Strommasten modifiziert und für große Vögel sicherer gestaltet. Dadurch sank die Sterblichkeitsrate durch Stromschlag deutlich. 2014-2015 starben leider weitere 5 Schmutzgeier, so dass die Modifizierung der Strommasten fortgesetzt wird. Vor 2008 gab es viele Verluste durch Giftköder, die jedoch mittlerweile fast vollständig verschwunden sind. Ein großes Risiko besteht jedoch weiterhin durch Jäger und bleihaltige Munition. Gegen Nahrungsmangel wird die bedrohte Schmutzgeier-Population durch zwei Futterstellen auf Fuerteventura und eine weitere auf Lanzarote unterstützt.
Nebenher wurde ein Zuchtprogramm ins Leben gerufen und konnte bereits erste Erfolge verzeichnen: 2013 wurde ein Jungtier in Tafira (Gran Canaria) geboren. Tamaran wurde noch im selben Jahr ausgewildert und hat sich erfolgreich in die wilde Population integriert. 2016 schlüpfte Sirdo in La Oliva (Fuerteventura) und wartet auf ihre Auswilderung im September diesen Jahres.
Infos aus Indien:
Wie seit langer Zeit bekannt ist erleben die Geier weltweit einen dramatischen Rückgang in ihrer Population. Ganz besonders stark ist die Population der Geier in Indien betroffen, wo aufgrund des Einsatzes des für Geier tödlichen Schmerzmittels Diclofenac bei „Heiligen Kühen“ viele Geierarten riesige Verluste um 95-99 % in 2 Jahrzehnten verzeichneten. Der Indische Weißrückengeier (Bengalgeier) ist innerhalb von 10 Jahren sogar um 99,7 % zurückgegangen. Das ist der größte je verzeichnete Zusammenbruch einer Vogel-Population aller Zeiten.
Seit Diclofenac als Ursache für das katastrophale Geiersterben identifiziert wurde, arbeiten viele Wissenschaftler, NGOs und die Regierung Hand in Hand, um die letzten Geier zu schützen. Der Rückgang konnte gestoppt und erste Erfolge erzielt werden. Dennoch befürchten die Experten, dass sich die Geierpopulation nie wieder von diesem unfassbaren Verlust erholen wird.
Verschwindet eine Spezies, so verliert das Ökosystem häufig sein Gleichgewicht und ein „Ökologisches Vakuum“ entsteht. Andere Spezien versuchen die Lücke zu schließen und die Umwelt passt sich an. Dadurch kann es leicht passieren, dass sich das Ökosystem so sehr verändert, dass die ursprüngliche Spezies – sollte sich ihre Population wieder erholen – plötzlich gar nicht mehr ins ökologische Gleichgewicht passt. Das kann bei einer so wichtigen Spezies wie den Geiern ebenfalls passieren. In Indien sind diese Auswirkungen bereits deutlich zu sehen. Die Population anderer Raubtiere wie Ratten und wilde Hunde stieg explosionsartig an, da durch das Verschwinden der Geier keine Nahrungskonkurrenten mehr die Kadaver entsorgten. Im Gegensatz zu Geiern tragen diese Raubtiere sehr häufig Erreger wie Tollwut und Milzbrand in sich, die für den Menschen tödlich sind. Der durch die Geierkrise entstandene Schaden wird auf gut 25 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Die Geierkrise wirkt sich auch auf eine der ältesten Kulturen und ihre Traditionen aus: Himmelbestattungen. Dabei wurden verstorbene Parsen auf speziellen Türmen ausgelegt, damit sie dort von Geiern gefressen werden konnten. Die Knochen wurden anschließend vergraben. Nach dem Verschwinden der Geier konnte diese historische Tradition nicht aufrechterhalten werden. Daraufhin waren die Parsen gezwungen über Alternativen wie Einäscherung nachzudenken.
Trotz großer Aufklärungskampagnen und Informationen haben die meisten Leute noch immer nicht von Diclofenac gehört und wissen nicht wie bedroht der Geierbestand weltweit ist. Weiterhin haben Geier den so ziemlich schlechtesten Ruf im Tierreich und werden vollkommen missverstanden. Ja noch schlimmer, sie werden als hässlich, abscheulich und daher nicht schützenswert gesehen. Daher liegt es an Geierfreunden und Geierschutzorganisationen wie der VCF das schlechte Image der Geier aufzupolieren und für mehr Verständnis für diese wunderbare Tierart und Gesundheitspolizei der Natur zu werben.
In der Zeitschrift Nature wurde ein Brief von Antoni Margalida veröffentlicht, der von Gänsegeier-Kollisionen mit Flugzeugen am Barajas Flughafen in Madrid berichtet. In den letzten zehn Jahren ereigneten sich 26 solcher Zwischenfälle. Außerdem gab es im ersten Halbjahr 2016 drei weitere Zusammenstöße mit Privatmaschinen. Margalida vermutet die Vielzahl der Kollisionen mit Änderungen in den Europäischen Gesundheitsregularien, die seit 2002 das Auslegen von totem Nutzvieh für die Geier verbieten. Die Geier sind gezwungen auf Nahrungssuche größere Gebiete abzufliegen und landen immer wieder verzweifelt auf Mülldeponien. Das brachte sie vermutlich auch näher an den Flughafen von Madrid. Außerdem ist die Gänsegeier-Population in Spanien in den letzten Jahren signifikant angestiegen. Diese Zusammenhänge sollten diskutiert und untersucht werden.
Legenden aus Albanien besagen, dass der Kuckuck auf dem Rücken von Schmutzgeiern reitet, um den Frühling nach Europa zu bringen. Daher stammt auch die lokale Bezeichnung für den Schmutzgeier: „Pferd des Kuckucks“. Was würde passieren, wenn der Schmutzgeier ausstirbt?
Mit nicht mehr als 10 Paaren ist Albanien einer der letzten Rückzugsorte dieser Spezies im Balkan. Um die stark gefährdete Tierart zu schützen, haben Artenschützer und Künstler aus Albanien und Bulgarien unter 140 Ideen eine riesige Mauer im Küsten-Touristencenter Vlora mit einem Schmutzgeier bemalt. Diese Initiative wurde umgesetzt von CEPF Projekt “Land of Eagles and Castles” implemented by the Association for Protection and Preservation of Natural Environment in Albania (PPNEA) und der Bulgarian Society for the Protection of Birds (BSPB) / BirdLife Bulgaria. Nach den Wandbildern in Haskovo und Madzharovo (Bulgaria) ist dies die dritte Mauer mit Schmutzgeierbild.
Alle Bilder sind Eigentum der VCF bzw. der jeweiligen genannten Fotografen und dürfen durch die freundliche Genehmigung von Direktor José Pedro Tavares in meinem Blog gezeigt werden.

Sonntag, 4. September 2016

IVAD-Tour 2016: Greifenwarte Wildpark Edersee

Auf der Rückfahrt meiner IVAD-Tour zum Zoo Leipzig und Zoo Dresden stoppte ich "kurz" an der Greifenwarte Wildpark Edersee. "Kurz" ist dabei relativ, denn von der Autobahn aus ists noch immer eine Dreiviertelstunde über Landstraßen und auf der Rückfahrt zum Ruhrgebiet sogar fast eine Stunde, bis die Autobahn erreicht ist. Nervig.
Vor Kurzem hatte mir allerdings eine nette Blog-Leserin geschrieben, dass der Wildpark Edersee jetzt einen neuen Geierfelsen hat und die Gänsegeier frei herumfliegen können. Das wollte ich mir natürlich ansehen, wenn ich schon halbwegs in der Nähe vorbeifahre. Leider war das herrlich sonnige Wochenende in dem Moment vorbei, als ich im Osten losgefahren bin. Unterwegs hatte ich nur Regen. Am Edersee war es zwar kurz trocken, aber der Himmel war grau verhangen und ein Gewitter kündigte sich in der Ferne an.
Im Wildpark gibt es unter anderem süße Wildschweine in allen Größen. Tolle, borstige Viecher!
An der ersten Geiervoliere angekommen, sah ich direkt den ersten Gänsegeier oben auf der Voliere sitzen. Die Viecher wurden tatsächlich freigelassen!!!
Das Mönchsgeier-Pärchen in der Voliere und den großen Nachwuchs schien dies nicht zu stören.
In der nächsten Voliere lebten zwei weitere Gänsegeier.
Hinweisschild, dass die frei-lebenden Geier nicht gefüttert werden sollen.
Info-Tafel zu aktuellen Pressemitteilungen und ähnlichem.
Wirklich ein schöner Anblick, diese prachtvollen Geschöpfe in Freiheit zu sehen. Sie werden im Wildpark weiterhin gefüttert, so dass sie hoffentlich in der Nähe bleiben. Rein theoretisch könnten sie aber jederzeit die Flatter machen.
Weiteres Gänsegeiergehege.
Stretching.
Süßer Junggeier.
Pünktlich am Geierfelsen angekommen, zog das Unwetter auf. Dunkle Gewitterwolken, Grollen über den Hügeln und die ersten Regentropfen. Aber die beiden Geier oben auf dem Felsen schien dies nicht zu stören.
Die Geier haben von ihrem Felsen aus einen herrlichen Blick über den Edersee.
Die Geier scheinen sich ein genüssliches Aas hack gegönnt zu haben, denn ihre Kröpfe waren prall gefüllt. Wohl bekommts!
Geier mit Schloss Waldeck im Hintergrund.
Ich finde den Geierfelsen klasse und drücke den Geiern die Flügel, dass sie ihre Freiheit hierzulande genießen können.
Zweite Runde an den Mönchsgeiern vorbei.
Der Gänsegeier saß noch immer auf der Voliere. Der Platz ist auch wesentlich regengeschützter als auf dem Geierfelsen.
Eigentlich wollte ich bis zur Flugshow um 15 Uhr warten, aber bei dem plötzlichen Wolkenbruch hätte eh kein Vogel fliegen können.
Geschützt unter einem Baum beobachtete ich die beiden Geier noch eine Weile. Einer schwang sich trotz Regens in die Lüfte und flatterte Richtung See auf einen Baum.
Kurz darauf brach ich dann aber die Heimreise an und kämpfte mich drei Stunden durch Wolkenbruch und teilweise Sichtweite unter 10m. Am Ende hatte ich 1400 km abgefahren, aber die IVAD-Tour 2016 hat sich super gelohnt!!!