Samstag, 20. März 2021

Nordhorner Marabus

Neben meinen Paten-Gänsegeiern habe ich natürlich auch die beiden Marabus im Tierpark Nordhorn besucht.

Jetzt sind die Marabus nicht gerade die aktivsten Tiere im Tierpark, aber diesem hier war vermutlich sehr kalt. Wie in Zeitlupentempo bewegte er seine Beine vorsichtig hin und her, als würde er frieren. Ein paarmal trippelte auf der Stelle herum und dann machte er sich auf den Weg durch die Voliere.

Auf seinem Weg durch das Gehege kam er an seinem Kollegen vorbei, aber er setzten seinen Weg unbeirrt fort.

Später traf ich beide nahe des Besucherwegs an, teilweise im Matsch stehend.

Die weißen Verwandten der Marabus saßen zu Dutzenden in den Bäumen des Tierparks und klapperten um die Wette. Im Grunde verging kein Moment, wo nicht wenigstens ein Storch zwischen den Bäumen oder am Himmel vorbeizischte. Einer kam sogar so schnell im Tiefflug auf mich zu, dass ich schon dachte ich hätte jeden Moment seinen Schnabel in der Stirn stecken. Die Attacken hebten sie sich aber für Konkurrenten auf, die sich dreisterweise mit Schwung ins besetzte Nest stürzten. Hierbei wurde vor allem dieses Nest mit Brutpaar immer wieder durch einen Eindring belästigt. Bei der anschließenden Kloppe waren die drei beteiligten Störche nicht zimperlich... und trotzdem gingen die Attacken weiter und weiter.

An dieser Stelle: Klappernde Grüße an meine Schwesti!!!

Natürlich hat der Tierpark Nordhorn auch noch viele andere niedliche Tiere zu bieten, darunter diese hier...

Der Frühling steht vor der Tür! Im Sommer ist der Tierpark Nordhorn mit seinen vielen Blumen besonders schön. Die Vorboten durfte ich heute bereits bewundern.

Brütende Gänsegeier in Nordhorn

Neben dem Männer-Pärchen, gibt es im Tierpark Nordhorn auch ein richtiges Gänsegeier-Brutpaar, das derzeit geduldig ein Ei ausbrütet. Von dem oberen Balkon in der großen Geiervoliere konnte ich es quer durch die Voliere beobachten. Auf dem Balkon gibt es noch immer das Schaubild einer Gänsegeier-Spannweite, ein Poster über die Verbreitung der vier europäischen Geierarten und dazu einen Tisch und Bänke. Das würde ein perfektes Büro abgeben, wenn der Durchgangsverkehr nicht wäre.

Die Aussicht vom Balkon aus ist klasse. Rechts vom Wasserfall befindet sich der Geierfelsen und in einer der Holzboxen im hinteren Volierenteil wird fleißig gebrütet.

Aufgeregte Eltern eines Geier-Eies. Ich drücke ihnen beide Krallen, dass bald ein süßes Winzlingsküken schlüpft und sie es großziehen können! In meinen ersten Jahr als Geierpate durfte ich ein Geierküken benennen. Leider starb es ein halbes Jahr später. Auch das nächste Küken, dass ich im Folgejahr benennen durfte, überlebte leider sogar nur wenige Tage. Danach hätte ich lieber kein weiteres Küken mehr benennen wollen, solange die Küken nur überleben!

Ich konnte einen Platzwechsel im Nest beobachten. Danach hielt der Geier mit dem blauen Krallenring allerdings weiterhin nahe der Brutbox Wache.

Geierschiss.

Während der eine sich entleerte, versuchte der andere sich den Magen zu füllen, indem er in ein paar Schaffellresten auf der Suche nach Aasbröckchen herumhackte. Besonders ergiebig sahen die Rest auf die Entfernung allerdings nicht aus.

Neben den Gänsegeiern leben auch Waldrappen in der Voliere. Ihre Brutkästen sind allerdings nur vom tiefer gelegenen Balkon aus einsehbar.

Eine stolze Erscheinung!

Damit sich der brütende Geier nicht langweilt, bekam er zwischenzeitlich Besuch von dem stattlichen Steinbock mit seinen riesigen, geschwungenen Hörnern.

Für die Vergesellschaftung der verschiedenen Tierarten in der großen Geiervoliere hat der Tierpark Nordhorn in der Vergangenheit Preise gewonnen.

Sie scheinen auch wirklich gut miteinander auszukommen. Ohne mit der Feder zu zucken, blieb der Geier entspannt sitzen, während der große Steinbock um ihn herum über die Felsen kletterte. Ein Anblick, den man nicht häufig geboten bekommt!

Blick vom unteren Balkon unterhalb der Geier-Brutbox. Hier war ich allerdings nur zweimal kurz, weil man von dort die Brutbox nicht einsehen kann und der Geierfelsen viel zu weit weg ist. Trotzdem eine nette Aussicht in die Voliere.