Samstag, 18. Juni 2016

80 und 68 Tage jung

Netterweise bekam ich heute eine tolle Führung hinter die Kulissen der Koala-Zuchtstation des Duisburger Zoos. Wann hat man schon einmal die Chance den süßen Fellknäueln so nah zu kommen!? Dafür habe ich auch gerne den morgendlichen Dauerplatzregen in Kauf genommen, der bis auf die Knochen alles durchweicht hat.
Die Marabus schienen weniger begeistert zu sein und standen eingehutzelt rund um den Teich versammelt.
Mamageier saß wie ein patschnasses Huhn auf einem großen Ast...
...während ihr der Regen den Schnabel herabtropfte.
Den süßesten Anblick bot Papageier, der sich beschützend über sein 68 Tage junges, riesiges Gänsegeierküken beugte, um seinen Nachwuchs möglichst gut vor dem Regen zu schützen. Dabei war es ihm völlig egal, wie stark er vom Regen durchtränkt wurde. Hauptsache dem Küken geht es gut!
Beschützerinstinkt vom Feinsten!
Das 80 Tage alte Küken der Ausquartierten hatte nicht so einen guten Service. Es saß nur dürftig geschützt unter einem Bambusbusch, war aber auch schon sichtlich aufgeweicht. Wie das patschnasse Huhn da so mit hängendem Kopf im strömenden Regen saß, hätte ich es zu gerne mit einem flauschigen Handtuch trockengekuschelt. Aber auch in der freien Natur müssen Geier lernen mit fiesem Wetter umzugehen.
Ein Elterngeier saß auf einem Ast...
...der andere im aufgeweichten Nest.
Später wurde der Tag sehr wechselhaft, mit strahlender Sonne und erneuten Unwettern. Ich kann mir den genervten Gesichtsausdruck der Geier bildlich vorstellen, wenn sie gerade ihre Flügel getrocknet haben und dann schon wieder patschnass werden... Da war es im Koala-Haus wesentlich trockener! Besten Dank an Philipp für den tollen Ausflug und die vielen spannenden Infos!!!

Freitag, 17. Juni 2016

79 und 67 Tage jung & Tierpfleger für einen halben Tag

Heute war es endlich so weit und ich konnte meinen Preis vom "Noah 2015" Wettbewerb einlösen: Tierpfleger für einen halben Tag! Und zwar im Kamelrevier des Duisburger Zoos, das die Gänsegeier und Marabus beinhaltet.
Von 8 bis 12 Uhr durfte ich vier Stunden lang eine nette Tierpflegerin durch das Kamelrevier begleiten und bei den morgendlichen Arbeiten helfen. Dabei durfte ich einige Gehege betreten und auch hinter die Kulissen des Zoos schauen. Dazu gehörte auch ein Blick in die Vorratskühlkammer für die Gänsegeier. Jeden zweiten Tag bekommen sie ein lecker Bein und ein Stück Rippenbogen.
Während es früh morgens noch vom Himmel hoch kübelte, hörte der Regen netterweise fünf Minuten vor Acht auf und es blieb für die gesamte Zeit trocken. Die Geier waren natürlich trotzdem patschnass. Dabei fiel auf, dass Papageier und seine Dame sich mittlerweile ein ganzes Stück vom Nest entfernten. Kein Wunder, dass Valentinsküken ist ja mittlerweile 67 Tage alt.
Das ältere Küken beim Geierpaar neben der Afrika-Lodge ist 79 Tage alt.
Die Kamele bekamen morgens frisch gemähtes Gras zu fressen. Bevor die Kamele allerdings aus ihren Ställen entlassen wurden, bekamen sie eine kurze Massage mit einer Bürste. Gleichzeitig bekam ich eine kurze Massage mit Kamelnasenhaar, wenn sie mich neugierig beschnupperten.
Aus dem Häuschen der Tierpfleger und aus dem Perlhuhnstall bekam ich einen völlig neuen Blick auf das Geier- und Marabu-Gehege geboten. Toll, einmal im Leben hinter die Kulissen zu dürfen!!!
Unter anderem durfte ich Futter für diverse Tiere vorbereiten, beim Aufräumen helfen, dem Schwarzstorch Frühstücksmäuse zuwerfen und die Nasenbären von Hand mit lebenden Riesenheuschrecken füttern.
Dafür bekam ich dann eine Urkunde und ein Zoo Duisburg Praktikanten-Tshirt.
Das Highlight war natürlich das Betreten des Geiergeheges, als ich den Geiern ein saftiges Meerschweinchenaas zuwerfen durfte. Weil das Küken noch etwas zu jung und die Eltern bei ungewohnten Besuchern gestresst reagieren, konnte ich natürlich nicht näher ans Nest heran, aber immerhin durfte ich das Gehege betreten. Die nächsten Bilder sind netterweise von Sebastian gemacht worden. In den nächsten zwei Wochen werde ich vermutlich noch weitere Bilder nachreichen können.
Streicheleinheit für die Kamele...
...mit anschließender Kuschelzeit. Zunächst kaute das süße Kamelkind genüsslich auf meinem Arm herum und ließ sich mit einer Bürste das borstige Fell massieren.
Kurz darauf bekam ich ein verschnauftes, seiberndes Kamelküsschen als Belohnung. Ein wirklich liebes Tier!
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei dem freundlichen Kamelrevier-Team für die nette Betreuung, die lustigen Anekdoten und einen gelungenen Vormittag bedanken!!! Jetzt bin ich mir mehr denn je sicher, dass die Tiere bei euch in besten Händen sind!!!

Samstag, 11. Juni 2016

73 und 61 Tage jung & Tierpatentreffen

Weil heute um 14 Uhr das Patentreffen im Duisburger Zoo stattfand, bin ich diesmal erst mittags in zu den Gänsegeierküken gefahren.
Das Valentinsküken ist nun 61 Tage jung und mittlerweile vollständig befiedert.
Gesundes Prachtkerlchen! Oder Weibchen?
Im hohen Gras der Voliere habe ich Papageier erst nach einer Schrecksekunde entdeckt. Er hatte sich allerdings nur ins hohe Gras neben dem Nest gekuschelt und war daher von der anderen Seite des Geheges aus nicht zu sehen.
Mamageier schirmte hingegen das Küken fast vollständig vor bewundernden Blicken ab.
Erst nach einiger Warterei durfte ich ein paar kurze Blicke auf das Prachtküken erhaschen.
Im Gehege der Ausquartierten lagen Eltern und 73 Tage altes Küken müde auf dem Boden in der Ecke, fernab des riesigen, leeren Nestes.
Das Küken schien zunächst kopflos mit Gummihuhn-Kralle.
Nach einer Weile zeigte das Küken dann allerdings doch noch seinen wunderschönen Kopf mit der flauschigen, hellbraunen Halskrause.
Dieser hübsche Geierzeh gehört einem Elterngeier.
Obwohl ich keine Tierpatenschaft im Duisburger Zoo habe (nur meine Eltern), mischte ich mich unter die Patentag-Gesellschaft, um an einer der diversen Führungen teilzunehmen. Ich entschied mich für eine Thema mit Schwerpunkt Nachzuchten und Tiertausch mit anderen Zoos. Wirklich sehr interessant!!! Zu Beginn des Patentages hielt der Zoodirektor eine kurze Rede. Auf dem Pressebild des Duisburger Zoos bin ich zufälligerweise halb zu entdecken. Findet ihr mich?
Während der Führung ging es praktischerweise direkt nochmal an den Geiern vorbei. Das ältere Küken hatte seinen Hals mit dem Hals seiner Mutter verschlungen und war herzergreifend süß an sie gekuschelt.
Etwas später hatten sich die Hälse entworren, aber die Eltern hielten nach wie vor Wache.
In der anderen Voliere hatte Papageier offenbar ein Bad genommen. Völlig zerzaust versuchte er seine Federn zu trocknen und zu ordnen.
Mamageier blieb beim Küken für ein bisschen Kuschelzeit.
Nachdem ich mir im Anschluss an die Führung schnell zwei Patentag-Grillwürstchen gesichert hatte, ging es nochmal zu einer kleinen Abschiedsrunde an den Geiern vorbei. Papageier hatte offenbar seine Federn getrocknet und saß stolz neben seinem süßen Nachwuchs.