Nachdem die Gänsegeiernester im Duisburger Zoo letzte Woche noch leer waren, ging es dieses Wochenende natürlich direkt wieder hin, weil garantiert diese Woche ein Ei gelegt wurde. Sowas hatte ich einfach im Gefühl - und in den letzten Jahren war es auch immer Anfang Februar so weit.
Aber erstmal die hübschen Marabus begrüßen...
...die bei den frostigen Temperaturen genüsslich Eiswürfel mit ihren großen Schnäbeln aufpickten und verschlangen.
Außerdem schien ihnen das Aas zu gefallen, das diesmal relativ nah am Geiernest ausgelegt war.
Das süße Gänsegeierpaar saß gemeinsam im und am Nest, aber leider noch kein Ei da. Die beiden machen es aber auch wirklich spannend.
Obwohl das Nest mal wieder vorbildlich aussieht, trugen die beiden weiterhin fleißig Nistmaterial zusammen. Vielleicht auch nur eine Ablenkung zur Warterei auf das Ei!?
Mamageier im Profil.
Dem hinkenden Papageier ist trotz seiner langjährigen Beinverletzung kein Weg zu weit, um sein Nest zu perfektionieren. Also ging es hinkenden Schrittes quer durch das Gehege...
...vorbei am saftigen Aas, das er mit seinem gefüllten Kropf keines Blickes würdigte...
...bis zum Tierpflegerhäuschen, wo frisches Stroh ausgelegt wurde.
Dort schnappte er sich so viel Stroh wie möglich in seinen Schnabel...
...und humpelte schnell wieder zurück zum Nest.
Mamageier schaute aufmerksam zu, ob er das Nistmaterial auch wirklich an die richtige Stelle legte.
Kurz darauf gab es Aufregung am Nest: Ein Stachelschwein drang in die Sperrzone ein.
Das lassen sich die baldigen Geiereltern natürlich nicht gefallen und fauchten es wütend in die Flucht.
Zur Belohnung durfte Papageier nochmal ran ;-)
Der Gute stand bestimmt 2 Minuten auf seiner Dame, bis er loslegte. Genießer? Oder träge im hohen Alter? ;-)
Um den beiden ein wenige Privatsphäre im insgesamt sehr leeren Zoo zu lassen, besuchte ich das ausquartierte Gänsegeierpaar. Wie bereits letzte Woche saß einer der beiden auf einem großen Ast,...
...während die (vermeintliche) Dame auf dem Boden lag und brütete. Und zwar genau an der Stelle, wo die beiden letzte Woche ein, zwei Stöckchen arrangiert hatten...
...obwohl an anderer Stelle bereits ein stattliches Nest gebaut war. Doch irgendwas muss die beiden dazu bewogen haben dieses Nest aufzugeben.
Als der brütenden Geier aufstand, wurde tatsächlich ein Ei sichtbar! Hat sich mein Gefühl also doch nicht geirrt!!! Herzlichen Glückwunsch!!! Also haben die beiden es bereits das zweiten Jahr in Folge geschafft ein Ei zu legen!
Der Umgang mit dem Ei schien noch ein wenig holperig, aber dennoch deutlich geschickter als im letzten Jahr.
Aber das Nest lässt wirklich zu wünschen übrig. Vor allem bei den eisigen Temperaturen, wo der Boden sicherlich gefroren ist. Hoffentlich wechseln sich die beiden dieses Jahr fleißig beim Brüten ab und halten das Ei schön war. Und wer weiß, vielleicht ist das Ei ja dieses Jahr sogar befruchtet!?
Ein Tierpfleger sagte mir später, dass das Ei vor einer Woche gelegt wurde. Da es bei meinem letzten Besuch am 01.02.2015 noch nicht da war, gehen wir einfach mal vom 02.02. aus. Das bedeutet, wenn alles gut geht könnte am 28.03.2015 ein kleines Gänsegeierküken das Licht der Welt erblicken! Ich drücke die Daumen!!!
Zurück bei dem erfahrenen Geierpaar mampfte eine Perlhuhn-Rotte gemütlich am Aas herum.
Das entzückende Geierpaar saß wieder gemeinsam im Nest und schaute immer mal wieder liebevoll in die Nestmulde, in der hoffentlich bald auch ein Gänsegeier-Ei liegen wird.
Mit der Brust voran formt Mamageier die Nestmulde besser aus.
Papageier kontrolliert, alles perfekt! Das Ei kann kommen!
Samstag, 7. Februar 2015
Sonntag, 1. Februar 2015
Die Spannung steigt...
Der Countdown läuft...
In den vergangenen Jahren legten die Gänsegeier im Duisburger Zoo immer Anfang/Mitte Februar ihr Geier-Ei. Grund genug heute einmal nach dem Rechten zu schauen. Bei meine letzten Besuch vor genau einem Monat war das Nest ja noch eher schwach ausgeprägt und die Geier weit davon entfernt.
Als ich schon von Weiten Papageier im Nest sah, dachte ich erst das sei der Startschuss zur Brutsaison...
...aber schon bald zeigte sich, dass er wirklich nur im Nest saß, nicht brütete.
Aus nächster Nähe nochmal ein genauer Blick ins Nest... aber leider kein Ei drin. Schade. Aber wenn ich mich richtig erinnere, dann kamen die Geierküken immer Anfang April zur Welt, also haben die Geier noch etwa eine Woche bis zur Eiablage. Natürlich gibt es nicht jedes Jahr einen festen Tag, es kann also nun jeden Tag so weit sein. Zeit meine Zoobesuch-Intervalle zu erhöhen!
Mamageier genießt die Aussicht. Viel zu sehen gab es allerings nicht, da der Zoo so gut wie leer war.
Etwas später gesellte sich Mamageier zu ihrem Gatten ins Nest. Was für ein süßes Geierpaar!!!
Nachdem es letztes Jahr mit dem Geiernachwuchs leider nicht geklappt hatte, da das Ei wenige Wochen vor Schlupf plötzlich zerbrach, würde ich es den beiden dieses Jahr umso mehr wünschen, dass diesmal alles gut geht! Wie die Vergangenheit gezeigt hat sind die beiden nämlich wirklich vorbildliche Geiereltern!!!
Störenfried am Nest. Aber im Gegensatz zu den Stachelschweinen, die auch im gleichen Gehege wohnen, können verblödete Perlhühner einem Geiernachwuchs wohl kaum gefährlich werden.
Papageier in seine vollen Pracht.
Verliebte Blicke.
Immer wieder wird das Nest perfektioniert.
Die Marabus waren heute eher unauffällig. Sie beobachteten nur skeptisch den Tierpfleger, der ihren Tümpel reinigte.
Die Ausquartierten schnäbelten in ihrem Gehege an einem Baumstamm herum und sammelten kleine Stöckchen als Nistmaterial.
Ihr Nest kann sich bereits sehen lassen. Letztes Jahr hatten die beiden ihr erstes Ei gelegt, das allerdings leider unbefruchtet war. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr!?
Die Spannung steigt...
In den vergangenen Jahren legten die Gänsegeier im Duisburger Zoo immer Anfang/Mitte Februar ihr Geier-Ei. Grund genug heute einmal nach dem Rechten zu schauen. Bei meine letzten Besuch vor genau einem Monat war das Nest ja noch eher schwach ausgeprägt und die Geier weit davon entfernt.
Als ich schon von Weiten Papageier im Nest sah, dachte ich erst das sei der Startschuss zur Brutsaison...
...aber schon bald zeigte sich, dass er wirklich nur im Nest saß, nicht brütete.
Aus nächster Nähe nochmal ein genauer Blick ins Nest... aber leider kein Ei drin. Schade. Aber wenn ich mich richtig erinnere, dann kamen die Geierküken immer Anfang April zur Welt, also haben die Geier noch etwa eine Woche bis zur Eiablage. Natürlich gibt es nicht jedes Jahr einen festen Tag, es kann also nun jeden Tag so weit sein. Zeit meine Zoobesuch-Intervalle zu erhöhen!
Mamageier genießt die Aussicht. Viel zu sehen gab es allerings nicht, da der Zoo so gut wie leer war.
Etwas später gesellte sich Mamageier zu ihrem Gatten ins Nest. Was für ein süßes Geierpaar!!!
Nachdem es letztes Jahr mit dem Geiernachwuchs leider nicht geklappt hatte, da das Ei wenige Wochen vor Schlupf plötzlich zerbrach, würde ich es den beiden dieses Jahr umso mehr wünschen, dass diesmal alles gut geht! Wie die Vergangenheit gezeigt hat sind die beiden nämlich wirklich vorbildliche Geiereltern!!!
Störenfried am Nest. Aber im Gegensatz zu den Stachelschweinen, die auch im gleichen Gehege wohnen, können verblödete Perlhühner einem Geiernachwuchs wohl kaum gefährlich werden.
Papageier in seine vollen Pracht.
Verliebte Blicke.
Immer wieder wird das Nest perfektioniert.
Die Marabus waren heute eher unauffällig. Sie beobachteten nur skeptisch den Tierpfleger, der ihren Tümpel reinigte.
Die Ausquartierten schnäbelten in ihrem Gehege an einem Baumstamm herum und sammelten kleine Stöckchen als Nistmaterial.
Ihr Nest kann sich bereits sehen lassen. Letztes Jahr hatten die beiden ihr erstes Ei gelegt, das allerdings leider unbefruchtet war. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr!?
Die Spannung steigt...
Sonntag, 4. Januar 2015
Gastbeitrag: Der Krummschnabel vom Niederrhein
Anfang Januar habe ich mit meiner Familie zum ersten Mal einen Ausflug in den nahe gelegenen TerraZoo in Rheinberg gemacht. Neben zahlreichen Schlangen, Echsen, Spinnen, einem weißen Alligator, besonders prachtvollen Chamäleos und vielen anderen Tieren gab es eine echte Attraktion zu bewundern: eine Geierschildkröte!
Vor zwei Jahren habe ich zusammen mit meiner Schwester Bettina im Frankfurter Zoo ein beachtliches Exemplar gesehen. Die Geierschildkröte in Rheinberg ist dagegen ein echter Winzling – nur etwa handflächengroß. Ich hätte sie glatt übersehen, wenn meine Tochter mir nicht doch noch gezeigt hätte, wo sie sich versteckt. Entsprechend schwierig war es leider auch ein schönes Foto vom „Krummschnabel“ zu machen.
Da noch Ferienzeit und außerdem mieses Wetter war, war der Zoo ziemlich gut besucht. Deshalb war das Personal auch sehr beschäftigt. Aber ich habe die Gelegenheit genutzt einen vorbeiwetzenden Tierpfleger anzusprechen. Er sagt, es ist sehr schwer das Alter der Geierschildkröte zu schätzen, tippt aber auf etwa drei Jahre. Im Allgemeinen wachsen Schildkröten sehr langsam. Bei Tieren, die aus schlechter Haltung in den TerraZoo, der auch Reptilienauffangstation für Nordrheinwestfalen ist, kommen – wie leider auch die kleine Geierschildkröte – kann man aber von der Größe noch schlechter auf das Alter schließen. Ich drücke ihr jedenfalls die Daumen, dass sie bald auch so groß und kräftig wird, wie das Exemplar in Frankfurt. Der TerraZoo hat jedenfalls schon viel Erfahrung damit, Tier, die in bemitleidenswertem Zustand dort hin gebracht werden, erfogreich aufzupeppeln.
Der Winzling sucht übrigens noch einen Paten, der symbolisch für seine Grundversorgung aufkommt (ca. 15 €/ Monat inkl. freiem Zooeintritt).
Vor zwei Jahren habe ich zusammen mit meiner Schwester Bettina im Frankfurter Zoo ein beachtliches Exemplar gesehen. Die Geierschildkröte in Rheinberg ist dagegen ein echter Winzling – nur etwa handflächengroß. Ich hätte sie glatt übersehen, wenn meine Tochter mir nicht doch noch gezeigt hätte, wo sie sich versteckt. Entsprechend schwierig war es leider auch ein schönes Foto vom „Krummschnabel“ zu machen.


Text und Fotos: Caroline Stollmeier
Labels:
Gastbeitrag,
Geierschildkröte,
TerraZoo,
Zoo Frankfurt
Freitag, 2. Januar 2015
Happy New Year, Papageier
Die erstbeste Gelegenheit im neuen Jahr wollte ich sofort nutzen, um Papageier ein Frohes Neues Jahr zu wünschen. Daher ging es heute bei einsetzendem Sonnenschein direkt zum Gänsegeier- und Marabu-Gehege im Duisburger Zoo.
Papageier mischte sich unters Marabu-Volk...
...während Mamageier auf einem Stein in der Sonne saß und ihre großen Flügel trocknete.
Mamageier im Portrait.
Eigentlich hätte ich erwartet, dass die beiden sich bereits in Nestnähe herumtreiben, weil die Brutsaison doch vor der Tür steht. Hoffentlich ist mit den beiden alles in Ordnung!? Der Geierpfleger war leider nicht da, um ihn zu fragen.
Stürmische Begrüßung durch einen Marabu.
Der beste Gänsegeier der Welt: Papageier!
Die nervigen Perlhühner scheinen sich für 2015 vorgenommen zu haben nicht weniger nervig zu sein!
Ein Nest ist immerhin schon erkennbar. Allerdings frage ich mich, ob die Geier das Nest hergerichtet haben oder nur die Tierpfleger Nistmaterial auf den beliebten Brutplatz gelegt haben. Irgendwas erscheint mir hier komisch!
Die beiden ausquartierten Gänsegeier saßen dicht beieinander in den wenigen Sonnenstrahlen, die in ihre Voliere schienen.
Auch bei ihnen ist am Vorjahres-Nistplatz bereits sowas Ähnliches wie ein Nest zu erkennen.
Liebe Geierpaare, ich wünsche euch alles, alles Gute für die neue Brutsaison!!!
Papageier mischte sich unters Marabu-Volk...
...während Mamageier auf einem Stein in der Sonne saß und ihre großen Flügel trocknete.
Mamageier im Portrait.
Eigentlich hätte ich erwartet, dass die beiden sich bereits in Nestnähe herumtreiben, weil die Brutsaison doch vor der Tür steht. Hoffentlich ist mit den beiden alles in Ordnung!? Der Geierpfleger war leider nicht da, um ihn zu fragen.
Stürmische Begrüßung durch einen Marabu.
Der beste Gänsegeier der Welt: Papageier!
Die nervigen Perlhühner scheinen sich für 2015 vorgenommen zu haben nicht weniger nervig zu sein!
Ein Nest ist immerhin schon erkennbar. Allerdings frage ich mich, ob die Geier das Nest hergerichtet haben oder nur die Tierpfleger Nistmaterial auf den beliebten Brutplatz gelegt haben. Irgendwas erscheint mir hier komisch!
Die beiden ausquartierten Gänsegeier saßen dicht beieinander in den wenigen Sonnenstrahlen, die in ihre Voliere schienen.
Auch bei ihnen ist am Vorjahres-Nistplatz bereits sowas Ähnliches wie ein Nest zu erkennen.
Liebe Geierpaare, ich wünsche euch alles, alles Gute für die neue Brutsaison!!!
Donnerstag, 1. Januar 2015
Neues Jahr, neues Glück
Liebe Geierwelt-Leser,
ich wünsche euch allen ein wunderschönes neue Jahr voller Liebe, Glück, Erfolg, Gesundheit und jeder Menge traumhafter Erlebnisse mit unseren geliebten Krummschnäbeln!!!
Leider steht es weltweit um den Geierbestand noch immer miserabel. Umso wertvoller sind die vereinzelten, guten Nachrichten aus der Geierwelt, wie ich sie von meinem guten Freund Fulvio aus Udine, Italien, erhalten habe: Eine weitere Sichtung von meiner kroatischen Patengeierin "Betty" mit dem grün-weißen Markierungsring "CFJ"!!! Eine tolle Neujahrsnachricht!!!
Fulvio unterstützt in Udine das Geierrestaurant und Geiermuseum "Progetto Grifone", das ich 2014 zweimal besuchen konnte. Bereits Ende 2013 kamen wir über einen gemeinsamen Freund in Kontakt und tauschen seit dem immer wieder Geiergeschichten aus. Als er erwähnte, dass in seinem Geierrestaurant immer wieder Gänsegeier aus Kroatien auftauchen, die die grün-weißen Markierungsringe von Goran Susic aus dem Eko-Centar Caput Insulae Beli tragen, erzähle ich ihm von meiner Patengeierin und gab ihm ihre Ringnummer. Seit ihrer Freilassung im Herbst 2011 hatte ich nichts mehr von ihr gehört, so dass ich mir gar nicht sicher war, ob sie überhaupt noch am Leben ist. Daraufhin überprüfte Fulvio seine Aufzeichnungen und konnte mir versichern, dass "CFJ" seit dem 14. Juli 2012 immer wieder in seinem Geierrestaurant ihren Schnabel ins Aas hackt. Als Beweis schickte er mir damals das folgende Bild:
Habt auch ihr ähnlich faszinierende Erlebnisse mit Geiern erlebt? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diese Erlebnisse mit mir teilen möchtet!
Auch ich werde natürlich auch 2015 an dieser Stelle von meinen Geier-Abenteuern berichten. Außerdem habe ich den Vorsatz gefasst die vielen noch nicht geschriebenen Geierblog-Artikel aus 2014 nun endlich nachzutragen. Zwar werde ich die Artikel unter dem damaligen Datum nachtragen, aber zu gegebener Zeit eine Nachricht schreiben, damit ihr wisst, wo ihr nachschauen könnt.
In diesem Sinne, genüssliches Aas hack und ein geierreiches Jahr 2015,
Bettina
ich wünsche euch allen ein wunderschönes neue Jahr voller Liebe, Glück, Erfolg, Gesundheit und jeder Menge traumhafter Erlebnisse mit unseren geliebten Krummschnäbeln!!!
Leider steht es weltweit um den Geierbestand noch immer miserabel. Umso wertvoller sind die vereinzelten, guten Nachrichten aus der Geierwelt, wie ich sie von meinem guten Freund Fulvio aus Udine, Italien, erhalten habe: Eine weitere Sichtung von meiner kroatischen Patengeierin "Betty" mit dem grün-weißen Markierungsring "CFJ"!!! Eine tolle Neujahrsnachricht!!!
Fulvio unterstützt in Udine das Geierrestaurant und Geiermuseum "Progetto Grifone", das ich 2014 zweimal besuchen konnte. Bereits Ende 2013 kamen wir über einen gemeinsamen Freund in Kontakt und tauschen seit dem immer wieder Geiergeschichten aus. Als er erwähnte, dass in seinem Geierrestaurant immer wieder Gänsegeier aus Kroatien auftauchen, die die grün-weißen Markierungsringe von Goran Susic aus dem Eko-Centar Caput Insulae Beli tragen, erzähle ich ihm von meiner Patengeierin und gab ihm ihre Ringnummer. Seit ihrer Freilassung im Herbst 2011 hatte ich nichts mehr von ihr gehört, so dass ich mir gar nicht sicher war, ob sie überhaupt noch am Leben ist. Daraufhin überprüfte Fulvio seine Aufzeichnungen und konnte mir versichern, dass "CFJ" seit dem 14. Juli 2012 immer wieder in seinem Geierrestaurant ihren Schnabel ins Aas hackt. Als Beweis schickte er mir damals das folgende Bild:
Ich bin wirklich dankbar ein Teil dieser wunderbaren Geiergemeinde zu sein, wo jeder jedem hilft und mitteilt, wenn ein bestimmter Geier irgendwo gesichtet wurde!!! Und es ist ein sehr schönes Gefühl zu wissen, dass "Betty" ihre wiedergewonnene Freiheit auf kräftigen Schwingen genießt!
Wer sich nicht mehr an "Betty" erinnert, kann ihre Rettung im Juli 2010 in meinem Blog nachlesen. Damals hatte ich zum ersten Mal als freiwillige Helferin in einem Geierschutzzentrum gearbeitet und durfte mithelfen einen abgestürzten Junggänsegeier aus dem Meer zu fischen. Daraufhin adoptierte ich das Geiermädchen und nannte es "Betty". Sie bekam den Ring "CFJ".
Weil mir die Arbeit im Eko-Centar Caput Insulae Beli so gut gefallen hatte, bin ich zwei Monate später direkt wieder hingeflogen, damit ich an der alljährlichen Auswilderung der genesenen Gänsegeier teilnehmen kann. Bei dieser Gelegenheit ging ein großer Traum in Erfüllung: Ich durfte zum ersten Mal einen Geier auf den Arm nehmen, natürlich meine Patengeierin!
Man möge mir die ungemütliche Haltung verzeihen, aber ich war damals tierisch aufgeregt und hatte noch keinerlei Erfahrung, wie man einen Geier am besten festhält. In jedem Fall war es einer der schönsten Momente meines Lebens!!!Habt auch ihr ähnlich faszinierende Erlebnisse mit Geiern erlebt? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr diese Erlebnisse mit mir teilen möchtet!
Auch ich werde natürlich auch 2015 an dieser Stelle von meinen Geier-Abenteuern berichten. Außerdem habe ich den Vorsatz gefasst die vielen noch nicht geschriebenen Geierblog-Artikel aus 2014 nun endlich nachzutragen. Zwar werde ich die Artikel unter dem damaligen Datum nachtragen, aber zu gegebener Zeit eine Nachricht schreiben, damit ihr wisst, wo ihr nachschauen könnt.
In diesem Sinne, genüssliches Aas hack und ein geierreiches Jahr 2015,
Bettina
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