Mittwoch, 23. Mai 2012

Wir verlieren unsere Geier!

Heute erreichte mich eine schreckliche Nachricht von VulPro aus Südafrika.
Zur Zeit führt VulPro die jährliche Zählung der Kapgeier-Brutpaar an den vier größten Kapgeier-Kolonien durch und hilft auch an kleineren Brutgebieten aus.
Die traurige Realität: Es sind nur noch 200 Brutpaar der wunderschönen Kapgeier an der Skeerpoort Kolonie übrig, 3 auf Robert's Farm und 73 in Nooitgedacht. Insgesamt also nur noch 276 Kapgeier-Brutpaare in Magaliesberg - die geringste Anzahl, seit VulPro in die Beobachtung und den Schutz dieser prächtigen Vögel involviert ist :-( Zum Vergleich: 2011 waren es noch über 300 Brutpaare!
Daher fürchtet nicht nur Kerri von VulPro: "Leute, wir verlieren unsere Geier!"

Bitte nehmt euch einen Moment Zeit, diese majestätischen Geschöpfe zu bewundern...



... Wollen wir diese prächtigen Tiere wirklich verlieren???

NEIN!!!!!

VulPro macht einen wunderbaren Job in Südafrika! Das nächste Foto ist eine Erinnerung an die Auswilderung eines jungen Kapgeiers in Nooitgedacht im Februar 2012.
Ich bin immer noch überglücklich für die große Ehre an diesem wunderbaren Moment im Leben dieses jungen Kapgeiers teilgenommen haben zu dürfen! Und ich bete dafür, dass auch weiterhin Geier ihre Kreise am Himmel ziehen werden - bis in alle Ewigkeit!!! Daher appellieren Kerri, ich und alle Geier-Freunde an die Welt: "Es gibt so viel zu tun, um diese wunderbare Spezies zu schützen!!!"

Bitte teilt diese traurigen Nachrichten mit so vielen Menschen wie möglich! Je mehr Leute auf diese Tiere und ihre Bedrohung aufmerksam gemacht werden, desto besser!!!

Montag, 21. Mai 2012

49 Tage altes Gänsegeierküken

Oje, da war ich vier Tage nicht im Duisburger Zoo und schon ist das Gänsegeierküken kaum noch wiederzuerkennen! Ein prächtiger Junggeier mit kräftigem Schnabel, tollem Gefieder und absolut knuffiger Ausstahlung!
Gähn, sooo müde...
Stretching nach dem Nickerchen.
Jetzt ist der Kropf noch leer... aber später... Aas hack!
Bei so einem riesigen Küken muss das Nest immer weiter ausgebaut werden.
Wie ein Scheinwerfer hüllt die strahlende Abendsonne das Küken in herrliches Licht... wie es einem Star gebührt ;-)
Zeit für ein Abendessen... oder war es nur ein Spätnachmittagsaas?
Unglaublich, oder? Dieser direkte Größenvergleich zwischen Mama-Geier und Küken. Kann ich überhaupt noch von "Küken" sprechen?
Jetzt sieht der Kropf schon viel genährter aus!
Stolze Schönheit!
Mama-Geier am Hals rumknabbern.
Beeindruckend, wie weit sich so ein Junggeierhals ausfahren lässt. Und dazu diese lustigen Riesenfüße... immer wieder ein Prachtküken!!!
Seht her, bald bin ich erwachsen! Die Flügel sehen jedenfalls schon enorm beeindruckend aus!

Samstag, 19. Mai 2012

Geierschildkröte, Schuhschnabel & Co

Neben Bartgeier, Schmutzgeiern und Königsgeiern gibt es im Frankfurter Zoo auch noch andere Tiere, die ich als "Special Guest" auf meinem Blog erwähnen möchte.
Allen voran die beeindruckende Geierschildkröte, die ich zum ersten Mal in meinem Leben gesehen (bzw. wahrgenommen) habe. Ja, richtig gehört, es gibt tatsächlich Geierschildkröten!!! Seit ich das erste Mal bei einer Geier-Recherche von ihnen gelesen hatte, wollte ich sie unbedingt einmal kennenlernen. Zufälligerweise wurde dieser Wunsch im Frankfurter Zoo endlich erfüllt! Die Geierschildkröte lebt in einem kleinen Aquarium im Exotarium des Zoos, einem Aquarium- und Reptilienhaus. Das Wasser war sehr grün, die Scheibe verspiegelt und die Geierschildkröte recht aktiv, aber ein, zwei Bilder konnte ich dennoch machen.
Muss gerade selber mal schnell bei Wikipedia nachlesen: Geierschildkröten werden bis zu 90 cm groß und können stolze 80 kg auf die Waage bringen. Okay, das Exemplar in Frankfurt war wesentlich kleiner, aber nicht minder beeindruckend. Vor allem dieser Geier-hafte "Krummschnabel" im Gesicht...
Geierschildkröten leben in größeren Gewässern mit schlammigem Bodengrund, in den sie sich gerne halb eingräbt. Dabei lässt sie das geöffnete Maul nach draußen gucken und lockt mir ihrer roten Zunge Fische an. Fische halten die Zunge für einen essbaren Wurm und schwimmen ahnungslos ins geöffnete Maul der Geierschildkröte, die also nur noch zuschnappen braucht, um satt zu werden. Außerdem mampfen sie auch Wasservögel, Frösche, Schlangen und anderes lebendes Getier. Nix Aasfresser, dafür aber ein sehr sympathischer Name!
Ein bereits mehrfach durch meinen Blog geflatterte Special Guest ist der Schuhschnabel. Bisher kannte ich ihn nur aus dem Zürich Zoo - auch wenn es ihn offenbar gaaaaanz früher auch im Zoo Duisburg gab, aber daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Nur die uralten Postkarten im Zoo-Shop weisen noch auf ihn hin. Im Frankfurter Zoo sollte es jedenfalls einen Schuhschnabel geben, auf den ich mich sehr gefreut hatte.
Doch leider hing an seinem Gehege ein Schild, das die Schuhschnabel-Dame "Mausi" Ende März gestorben ist, schnief. Total traurig, vor allem da sie offenbar ein Publikumsliebling war. Der Zoo hat angekündigt, das er sich bereits um einen Nachfolge-Schuhschnabel bemüht, was bei diesen stark gefährdeten Vögeln allerdings sehr schwierig ist.
In diesem tollen, großen Gehege würde sich aber mit Sicherheit jeder Schuhschnabel sehr wohlfühlen!
Und nebenan direkt nette Nachbarschaft: Ein Dikkop-Pärchen! (vermute ich zumindest)