Mittwoch, 17. August 2011

Gänsegeierküken: 4 Monate alt

Auf meine gestrige Anfrage kam heute schon eine sehr nette Antwort aus dem Duisburger Zoo: Das Anfang April geborene Gänsegeierküken erfreut sich bester Gesundheit!
Ich bin ja leider lange nicht mehr dort gewesen, um genauer zu sagen seit das Gänsegeierküken in die Handaufzucht abgegeben wurde und ich es nicht mehr jeden Tag bewundern konnte. Das Gänsegeierküken 2010 wurde, wie bereits berichtet, im August letzten Jahres in den Tiergarten Straubing abgegeben. Im Gegensatz zu seinen Duisburger Gänsegeiereltern kam es schließlich mit kräftigen, flugfähigen Flügeln zu Welt und würde aus dem offenen Gehege im Duisburger Zoo sicherlich ausbüchsen. Auch das Gänsegeierküken 2011 ist flugfähig, so dass es bald in einen anderen Zoo abgegeben wird. In welchen Zoo ist zur Zeit allerdings noch nicht bekannt. Vielleicht schaffe ich es ja diesmal mich gebührend von dem kleinen Krummschnäbelchen zu verabschieden? Nix wie in den Zoo!

Samstag, 2. Juli 2011

Wildes Wohnzimmer

Ist schon komisch, genau wie am Tag vor meinem Kroatienurlaub, habe ich auch heute morgen am Tag vor meinem Sommerurlaub wieder eher zufällig "Wildes Wohnzimmer" auf VOX geschaut. Und auch heute wurde wieder über den Biologie-Lehrer berichtet, der in seinem Wohnzimmer den jungen Truthahngeier Carlos aufzieht (siehe Blog-Artikel Ende Mai 2011, allerdings hat der Geier seit dem seinen Namen geändert). Der junge Truthahngeier hat mittlerweile seinen Küken-Flaum gegen schwarzes Gefieder getauscht und beherrscht das Fliegen. Dennoch ging es zusammen mit seinem Trainer auf einen Modellflugplatz, um seine Flugkünste zu verfeinern. Der Flattermann wurde nämlich von der "Geier-Flugstaffel" des Weltvogelpark Walsrode auserwählt, um am Leichenspürgeier-Projekt der niedersächsischen Kriminalpolizei teilzunehmen. (Dieses Projekt habe ich in meinem Blog bereits vorgestellt, daher am besten unter diesem Artikel auf das Label "Truthahngeier" oder "Weltvogelpark Walsrode" klicken, damit alle verwandten Artikel aufgelistet werden.)
Nach dem Flugtraining wurde der Truthahngeier auf Leichenteile trainiert und zeigte reges Interesse. Kurz darauf hieß es für Biologielehrer und Geier schließlich Abschied nehmen, weil der Flattermann in die Obhut und Quarantäne des Weltvogelpark Walsrode übergeben wurde. Dort wird er zusammen mit den beiden Truthahngeiern Sherlock und Miss Marple von Geier-Trainer German Alonso zum Leichenspürgeier ausgebildet. Zunächst gibt es 6 - 8 Wochen Einzeltraining und erst nach etwa einem dreiviertel Jahr wären die Geier einsatzbereit. Dies wird wahrscheinlich schon 2012 der Fall sein, denn mittlerweile fragen immer mehr Polizei-Reviere die Geier-Flugstaffel an!!!
Auf der Homepage von "Wildes Wohnzimmer" gibt es übrigens viele lustige Videosequenzen aus der Serie und eine Abstimmung darüber, ob sich die Leute einen Geier als Haustier wünschen würden ;-)
Ergebnis:
66 % Warum nicht? Mal etwas anderes!
34 % Um Himmels willen, nein!
Wer hätte das gedacht!? ;-)

Eko-Centar im TV

Vor kurzem schrieb mir Neuseeländerin Kim, dass ein kroatisches Fernsehtema das Eko-Centar Caput Insulae Beli besucht hatte, um einen Bericht über die Arbeit des Centers rund um die Gänsegeier und Ohrengeier Torgos zu drehen. Dabei wurden viele liebe Freunde wie Kim, Sanja, Dea und natürlich Chef Goran Susic interviewt. Natürlich ist der Bericht auf Kroatisch, aber die vielen Interviews mit Kim sind gut verständlich auf Englisch! Reinsehen lohnt sich allerdings schon allein wegen der tollen Aufnahmen rund um das Center und die Geier-Klippen!!!
Auf der Nachrichten-Homepage sind mehrere Videos über die Gänsegeier und das Center. Mein Favouriten-Video befindet sich etwas weiter unten, unter dem ersten Video und dem Text "supovi na litici Cresa", was wohl so viel heißt wie "Geier auf den Klippen von Cres"!? und dann auf das Video "Bjeloglavi supovi iznad Cresa" ("Weißrückengeier über Cres", wie die Gänsegeier auch bezeichnet werden). Leider kann ich es nicht direkt verlinken, ich hoffe ihr findet es!

Cheggy in Kroatien

Hier ein kleiner Nachtrag aus dem Geier-Paradies Beli:
Im Juni war ich nicht allein in Kroatien, denn auch die kleine Cheggy wollte das Eko-Centar Caput Insulae Beli auf eigene Kralle erkunden. Sie hattte nämlich bereits schon von vielen Artgenossen gehört, dass das kleine Örtchen Beli auf der kroatischen Insel Cres ein Paradies für Gänsegeier wie sie ist!
Kaum in Beli angekommen, war sie sofort von der wunderschönen Landschaft begeistert und konnte gleich verstehen, warum sich Gänsegeier hier so wohl fühlen. Es gibt grüne Wälder, hohe Klippen und perfekte Winde, auf denen Geier durch die Lüfte gleiten können...Kaum flatterte die kleine Cheggy los und wurde sie gleich der Star im Eko-Centar: Schnabelstreicheleinheiten aus allen Richtungen und bewundernde Komplimente ;-)
Das Wegeleitsystem in Form von Geier-Krallen-Abdrücken fand sie besonders toll. Ob ihre Krallen wohl auch eines Tages sooooo groß werden???
Gut gelaunt hopste und flatterte sie den Krallen-Abdrücken hinterher in die Geier-Ausstellung. Als sie das große Geiernest entdeckte, hätte sie sich am liebsten kurz ausgeruht und ein Nickerchen gehalten. Aber das Geiernest war bereits mit Ei und Geierfeder belegt. Ja, Cheggy, genau aus so einem Ei bist auch du vor Kurzem geschlüpft!!! Das wird in etwa so ausgesehen habe:In der großen Geier-Voliere angekommen staunte sie nicht schlecht: So viele riesige Gänsegeier! Und so saftiges Aas! Sie hatte nämlich ganz vergessen, wie hungrig sie nach der langen Anreise geworden war... Keine zehn Minuten später hatte sie den großen Geiern das saftige Aas vor dem Schnabel weggehackt und betrachtete kugelrund und vollgefressen die abgenagten Knochen ;-)Kurz darauf machte sie es sich dann doch im großen Geiernest bequem und fiel in einen glücklichen Schlaf.
Am nächsten Morgen ging es ganz früh raus nach Kruna, dorthin, wo ihre Artgenossen auf den Klippen nisten. Sie war noch immer vom Vorabend zu vollgefressen, um zu fliegen. Daher beobachtete sie ihre Artgenossen lieber durch das Teleskop, statt selber hinzufliegen.Zurück im Eko-Centar fielen ihr schließlich die vielen dicken, pelzigen Raupen auf, die überall herumschnickten. Ob man die wohl essen kann??? Eher nicht, denn schon bald beklagte sich Cheggy über fieses Kratzen im Hals. Doch anstatt, dass ihr das eine Lehre ist, gab sie das Raupen-Aas-Fressen für den Rest der Reise nicht mehr auf... und das Kratzen wurde immer unangenehmer. Wohl gemerkt, Cheggy ist eine echte Geierin, sie frisst also nur tote Raupen! Mit den lebenden Raupen hingegen spielte sie tagsüber und flatterte neben ihnen her.Angespornt durch die vielen großen Gänsegeier wollte auch Cheggy möglichst schnell groß und stark werden, so dass sie fleißig an der Boxbirne trainierte.Während einer Wanderung zum großen Labyrinth freundete sich die kleine Cheggy sogar mit einer Eidechse an. Wirklich süß, wie nett sich die beiden unterhielten und sogar eine Raupe mit in ihre lustige Runde aufnahmen. Hoffentlich hat diese Raupe nicht mitbekommen, dass Cheggy und die Eidechse später gemeinsam auf Raupen-Aas-Suche gingen ;-)
Total begeistert von ihrer ersten großen Reise kann Cheggy es nun kaum noch erwarten bald endlich wieder im Flieger zu sitzen und diesmal zusammen mit ihrem Lieblingsbruder Checher Chuck neue Orte zu erkunden!!!

Montag, 27. Juni 2011

Gastbeitrag: "Ein echter Surferboy oder auch ein Geier braucht mal Urlaub"

Sommer, Sonne, Strand, Wellen und ein Surfbrett, das ist alles, was ein Surfer braucht und so führte mich mein Ausfug dieses Jahr auf die Insel Furteventura … ach Entschuldigung, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Ich heiße Checker Chuck ;o). Das ich noch 51 Geschwister habe, tut glaub ich hier weniger zur Sache, hab die Namen eh grad nicht alle im Kopf, außer den von meiner Lieblingsschwester Cheggy ;o) …doch ich schweife ab!
Hab mich in Frankfurt heimlich in ne Boing 757 geschlichen, hatte keine Lust die ganze Strecke selbst zu fliegen. Sehr spannend, die ganzen Knöpfe im Cockpit doch Papa hat verboten sie alle auszuprobieren, Spielverderber! Naja, dafür hab ich mir die Zeit damit vertrieben, die Speitüten aufzupusten und platzen zu lassen ;o) allerdings fanden die Leute das auch nicht lustig.Ich glaube die sind alle nach Fuerteventura zum Arbeiten geflogen und nicht in Urlaub, denn die hatten alle gar keinen Spaß. Naja die Maschine war von Condor … grummel, was will man von so nem Vogel erwarten, es gab Nudeln zu Mittag!!! Ich wollte AAAAS! Hehe, ich hatte mir aber zum Glück einen Schinken als Notproviant eingepackt.
Landen kann der Vogel übrigens auch nicht besonders, hat sich dann mit Windböen rausgeredet…Papa kann das besser!
Den ersten Abend haben wir dann am Strand verbracht, herrlich so aufs weite Meer zu schauen. Irgendwo da draußen ist Mama, ein bisschen vermisse ich sie ja schon.
Am nächsten Tag hat Papa mir ein echt cooles Surfbrett gekauft und dann ging es los in die Wellen, jiiiihaaaaaa. Das hat unglaublich Spaß gemacht, aber ich kann Euch sagen, Sonnenbrand auf dem Hals ist echt doof! Deshalb nächsten Tag Sonnencreme drauf … Leute ist das nen Klebezeugs!!! Ich sah aus wie eine Möwe nach einem Tankerunglück, also wieder runter von den Federn schrubben.
Surfen macht unglaublich müde und so hab ich Nachmittags immer einen Geierschlaf gemacht.
Abends hab ich mir ganz alleine ein Fischaas besorgt und mit Papa schön am Strand zu Abend gegessen, miam lecker!!! Anschließend ging es ab zur Tortuga Bar, das war lustig! Billard spielen ist toll, verstehe nur nicht warum die anderen das nicht so lustig finden, wenn man die weiße Kugel in die Löcher schubst…und wenn man von einer Hängematte, in der jemand liegt, diese kleinen Schnüre mit dem Schnabel durchzwickt, macht das ein herrliches Geräusch. Am besten hat mir aber gefallen, dass ich bei den ganzen Mädels da der Hahn im Korb, äh Geier im Korb war ;o) allen hat meine Halskrause gefallen und sie haben mir über den Schnabel gestreichelt, bin sogar richtig rot geworden manchmal, dann musste ich mich im Eisfach wieder abkühlen :oD Da ist mir aber der Schnabel festgefroren und Papa musste mich mit dem Fön befreien. Toll so Abenteuer!
War ein geiermäßig cooler Urlaub, mein nächster Ausflug ist schon geplant, Ihr könnt gespannt sein ;o)

Hang Loose

Euer Checker Chuck

Sonntag, 19. Juni 2011

Special Guest: Geierpinguin

Auch dieses Jahr begleitete mich eine ganz besondere Spezies mit nach Kroatien: Der Geierpinguin!
Leider begann sein Kroatienurlaub sehr dramatisch, da er schon am ersten Morgen von einem Hund aus dem Nest geholt und ins Treppenhaus gezerrt wurde :-( Der Arme kam zum Glück mit dem Schrecken, ein paar braunen Flecken und einer Menge Hundeseiber im Fell davon, musste sich dann aber natürlich einer gründlichen Gefiederreinigung unterziehen.
Um sich von dem Schrecken zu erholen, machte er diesmal einen Ausflug den Berg hinterm Eko-Centar Caput Insulae Beli hinauf. Dort wollte er das große Labyrinth besuchen und sein inneres Gleichgewicht zurückerlangen.
Herrlich, dieser wunderschöne Blick zurück auf das Örtchen Beli:
Am Wegeskreuz machte er eine kleine Rast für ein kurzes, dankbares Stoßgebete zur Rettung vor dem Hund.
Auch die Aussicht aufs Meer genoss er bei jedem Schritt, vor allem wenn er sich all das köstliche, noch lebende Fischaas vorstellte, was sich mit Sicherheit dort rumtreibt ;-)
Die kurzen Pausen wurden leider ziemlich gestört durch viele pelzige Raupen, die es auf die herrlichen Federn des Geierpinguins abgesehen hatten. Kaum auf einen Felsen niedergesetzt, da schnickten sie schon an ihm hoch...
Umso größer die Erleichterung endlich am großen Labyrinth angekommen zu sein!!!
Voller Bewunderung schaute er sich zunächst das Labyrinth von außen an und versuchte sich einen Weg zum Mittelpunkt auszugucken. Den kleinen Tipp, dass es keine Sackgassen gibt und er in jedem Fall in der Mitte ankommen würde hätte ich mir sparen können, denn nach wenigen Minuten bevorzugte er den freien Flug quer-labyrinth-ein ;-) Glücklick und zufrieden in der Mitte angekommen zu sein, begann er sogleich mit seiner Meditation, wobei sich sein durch den Hund deutlich erhöhter Herzschlag schnell wieder beruhigte. Alles noch einmal gut gegangen und ein weiteres Mitglied in der Selbsthilfegruppe der "von Hunden Angefallenen"...
Ruhig und entspannt bevorzugte er schließlich den Raupen-freien Platz in meinem Rucksack, um sich den Berg wieder runtertragen zu lassen. Ich finde das hat er sich nach all dem Stress verdient!!! ;-)

Impressionen aus der Voliere

Hier einige Impressionen aus der Voliere des Eko-Centar Caput Insulae Beli: