Seit irgendwann mitten in der Nacht bin ich nun wieder zu Hause angekommen und annähernd wach. Aber schon beim ersten Blick aus dem Fenster die Ernüchterung: KEINE Gänsegeier mehr da!!! :-(
Als wäre der Abschiedstag gestern nicht schon traurig genug gewesen, kam etwa eineinhalb Stunden vor meiner Abreise die Nachricht rein, dass wieder ein Geier ins Meer gestürzt ist. Aus Zeitgründen konnte ich an dieser Rettungsaktion leider nicht teilnehmen, aber ich hatte schon extra gesagt, dass es einfach zu traurig wäre, wenn sie missglückt. Und leider kam dann etwa eine Stunde später der Anruf, dass der Geier ertrunken ist :-((( Die Leute hatten uns zwar angerufen, aber nicht versucht den Geier aus dem Meer zu holen oder zu den Klippen zu treiben. Dadurch ist viel wertvolle Zeit vergangen und unser Rettungsteam kam zu spät. Ob es sich um einen Jung- oder Altgeier handelt, habe ich nicht mehr erfahren können. Natürlich ist es leider sehr wahrscheinlich, dass es sich um einen Junggeier handelt... Schnief, schluchtz!
Der Rettungstrupp kam genau in dem Moment zurück, als ich aufbrechen wollte. Ich weiß nicht, ob sie das tote Tier geborgen und im Wagen hatten, aber das hätte ich sowieso nicht mitansehen wollen. Also noch einmal vom Eko-Centar und allen liebgewonnenen Menschen und Tieren verabschiedet und Beli "bis bald" gewünscht.
Kurz vor dem kleinen Fährhafen Merag kam plötzlich ein wilder Gänsegeier angesegelt und zog seine Kreise über der Straße als würde er mit den Flügeln noch einmal zum Abschied winken! Traumhaft!!! Und mit letztem sehnsüchtigen Blick auf das weit entfernte, winzige Beli ging die Fähre dann rüber auf die Insel Krk und von dort Weiterfahrt zum Flughafen Rijeka.
Damit ist mein Urlaub unter Geiern leider beendet... aber ich bin mit sicher, dass ich bald wieder hinfahren werde. Und bis dahin habe ich tausende Fotos, Filmchen, Andenken und neue Kontakte, mit denen ich die Zeit überbrücken kann :-)
Viele liebe Grüße aus Essen/Duisburg nach Beli, passt weiterhin gut auf die Gänsegeier und die herrliche Natur auf und hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder!!! Und natürlich viele Grüße an "Betty" und alle anderen Flattermänner!!!
Sonntag, 8. August 2010
Samstag, 7. August 2010
Urlaub unter Geiern - 3.Woche
Schniiiief, heute ist es nun so weit und ich muss meine geliebten Gänsegeier und das Eko-Centar verlassen :-( Noch nie sind 3 Wochen so rasend schnell vergangen wie hier!!!
Ich durfte ihnen noch ein letztes gefrorenes Schaf auf den Fressplatz legen, aber wer weiß, wann sie anfangen zu mampfen. "Betty" hat sich netterweise vorhin sehr schön präsentiert, so dass ich sie auch ohne Fernrohr erkennen konnte.
Der kleine Neuling (er heißt übrigens "Dinara" mit der Markierung "CGN") sondert sich noch immer von den anderen ab, aber er ist eine wahre Kämpfernatur!!! Gestern Abend hat er pausenlos versucht zu fliegen, während er durchs Gehege gerannt ist. Zweimal ist er richtig abgehoben, hat zwei Runden gedreht und ist unsanft im Netz gelandet. Ein weiteres Mal ist er vor eine Holzwand gekracht, aber der Kleine hat sich sofort wieder aufgerappelt und es weiter versucht. Heute Morgen das gleiche Spiel: Immer wieder im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Kopf durch die Wand. 
Es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis auch er das Fliegen richtig beherrscht und den Sprung in die Gruppe schafft. Schade, dass ich das nicht mehr mit ansehen kann. 

Von Aufgeben keine Spur und kein Ziel zu groß für den Kleinen!!! Sehr beeindruckend!
Ich durfte ihnen noch ein letztes gefrorenes Schaf auf den Fressplatz legen, aber wer weiß, wann sie anfangen zu mampfen. "Betty" hat sich netterweise vorhin sehr schön präsentiert, so dass ich sie auch ohne Fernrohr erkennen konnte.
Süß war es auch mit anzusehen, wie er versucht hat auf den Holzbalken im Gehege zu landen. Anfangs hatte er immer wieder Probleme das Gleichgewicht zu halten und hat hektisch mit den Flügeln geschlagen. Hat er aber sein Gleichgewicht gefunden, so hat er sich direkt ein neues Ziel ausgeschaut, das noch schwieriger zu erklettern war.
Es fällt mir jetzt schon sehr schwer daran zu denken, dass ich in etwa 3 Stunden nach dem Mittagessen aufbrechen werde. Die Zeit hier war voller Abschiede, weil immer wieder liebgewonnene Volunteer gingen, kaum dass wir uns kennengelernt hatten. Aber dafür kamen auch immer wieder Neue dazu... Auf dem folgenden Bild sind z. B. zwei meiner mehrwöchigen Zimmergenossinnen zu sehen: die beiden lieben Kroatinnen Ivana (links) und Karla (rechts) , mit denen ich sehr viel Zeit verbracht habe.
Viele sind nicht zum ersten Mal hier, so dass hier ein Slogan die Runde macht: "Wer einmal herkommt, der wird mindestens noch ein zweites Mal wieder zurückkommen!" Das kann ich nur bestens verstehen!!!
Wenn ein Volunteer abreist, dann wird er am Abend vorher mit kleinen Geier-Geschenken verabschiedet. Außerdem wird jedesmal ein Abschiedsfoto vor dem Eingang zum Center gemacht mit einem herzhaften "Sup Sup", um die Leute zum Lachen zu bringen.
Anfangs habe ich mich noch gewundert, was das soll... aber "Sup" heißt "Geier" auf Kroatisch, was der Sache wieder Sinn verleiht. Solltet ihr an ungewöhnlichen Orten also ein "Sup Sup" und danach Kamerageräusche hören, dann könnt ihr sicher sein auf einen Volunteer des Eko-Centar gestoßen zu sein ;-) Der Plural von Geier heißt übrigens "Supovi", daher heißt die Homepage des Eko-Centar auch www.supovi.hr!
Auch der Abschied von den fleißigen Angestellten hier vor Ort wird mir schwerfallen, genau wie der Abschied von Beli, der tollen Natur, der Arbeit in der Natur, dem Wandern und von allem, was ich hier erleben konnte. Und am schwersten ist natürlich der Abschied von den 20 Flattermännern, die ich rund um die Uhr bewundern und beobachten konnte, sowie den wilden Gänsegeiern, die sich immer mal wieder haben sehen lassen.
Umso schöner war es, dass ich gestern Nachmittag noch ein zweites Mal die Möglichkeit hatte mit dem Boot rauszufahren und die Geier auf ihren Klippen zu beobachten. Mindestens zehn Tiere konnten wir sichten, darunter einige Jungtiere. Einfach ein tolles Erlebnis und absolut jedem zu empfehlen!!!
Ich werde mich jetzt noch einmal in die Geier-Voliere zurückziehen, weil ich verdächtige Schnattergeräusche von draußen höre. Vielleicht haben sie ja doch schon angefangen zu Fressen.
In diesem Sinne, Aas hack und letzte Grüße aus dem Geier-Paradies Beli, Kroatien!
Umso schöner war es, dass ich gestern Nachmittag noch ein zweites Mal die Möglichkeit hatte mit dem Boot rauszufahren und die Geier auf ihren Klippen zu beobachten. Mindestens zehn Tiere konnten wir sichten, darunter einige Jungtiere. Einfach ein tolles Erlebnis und absolut jedem zu empfehlen!!!
Ich werde mich jetzt noch einmal in die Geier-Voliere zurückziehen, weil ich verdächtige Schnattergeräusche von draußen höre. Vielleicht haben sie ja doch schon angefangen zu Fressen.
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Donnerstag, 5. August 2010
Urlaub unter Geiern - Griffon Feeding
Haha, ein Wildschwein weniger auf der Insel, dass die Gänsegeier ärgern kann!!!
Im Grunde wird sich dieses Wildschwein ärgern, denn es wurde heute Morgen von den Gänsegeiern verschlungen! Zugegeben, ich hatte mit einem Sommerkleid nicht gerade das richtige Outfit an, allerdings kam die Geier-Fütterung auch sehr überraschend. Mit Kleid und Sandalen ging es also mehr oder weniger elegant ab hinter die Kulissen der Geier-Voliere. Dort bekam ich einen großen Eimer voll Wildschwein-Innereien, den ich den Geiern bringen durfte. Der gestern erst aus der Quarantäne entlassene Neuling saß neugierig in Futterplatznähe, also war äußerste Vorsicht und langsame Schritte geboten. Ich dachte zunächst das Wildschwein sei in kleine Stücke gehechselt, weil es sehr blutig aussah. Allerdings musste ich bald feststellen, dass die Innereien alle an einem Stück hingen, also nicht gerade einfach den Kram aus dem Eimer zu befördern, ohne sich von oben bis unten mit Blut einzusudeln. Auf die Fotos, die offenbar aus dem Besuchertunnel gemacht wurden, bin ich selber gespannt. Muss wohl ein sehr lustiger Anblick gewesen sein... Kaum aus der Volieren raus, stürzten sich die Geier auf das Fresschen und die Eingeweide flogen in alle Richtungen. Ein herrlicher Anblick ;-)
Im Grunde wird sich dieses Wildschwein ärgern, denn es wurde heute Morgen von den Gänsegeiern verschlungen! Zugegeben, ich hatte mit einem Sommerkleid nicht gerade das richtige Outfit an, allerdings kam die Geier-Fütterung auch sehr überraschend. Mit Kleid und Sandalen ging es also mehr oder weniger elegant ab hinter die Kulissen der Geier-Voliere. Dort bekam ich einen großen Eimer voll Wildschwein-Innereien, den ich den Geiern bringen durfte. Der gestern erst aus der Quarantäne entlassene Neuling saß neugierig in Futterplatznähe, also war äußerste Vorsicht und langsame Schritte geboten. Ich dachte zunächst das Wildschwein sei in kleine Stücke gehechselt, weil es sehr blutig aussah. Allerdings musste ich bald feststellen, dass die Innereien alle an einem Stück hingen, also nicht gerade einfach den Kram aus dem Eimer zu befördern, ohne sich von oben bis unten mit Blut einzusudeln. Auf die Fotos, die offenbar aus dem Besuchertunnel gemacht wurden, bin ich selber gespannt. Muss wohl ein sehr lustiger Anblick gewesen sein... Kaum aus der Volieren raus, stürzten sich die Geier auf das Fresschen und die Eingeweide flogen in alle Richtungen. Ein herrlicher Anblick ;-)
Für die einen ist es ein Wildschweindarm.... für die anderen: Das längste Kaugummi der Welt!!!
Nach dem Festagsschmauß flatterten die Geier gemütlich zu ihrem Pool, um sich Federn und Kopf zu säubern.
Vorbildliche Tiere!!!
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Dienstag, 3. August 2010
Geburtstag unter Geiern
Heute ist es endlich so weit, Geburtstag unter Geiern!!! Das neue Alter verrate ich besser nicht, aber ich fühle mich hier wesentlich jünger. Noch im Bett bekam ich ein kurzes Geburtstagsständchen und zwei Schoko-Pralinen geschenkt (Schoko ist hier unerreichbar, weil es einfach keine Geschäfte hier gibt). Das größte Geschenk machte mir aber mein Paten-Geier "Betty", als ich sie nach MEINEM Frühstück endlich bei IHREM Frühstück sah!!! Nach tagelanger Diät, während der wir uns alle große Sorgen machten, entdeckte ich sie heute morgen mit dem Hals bis zum Anschlag im Pferdegerippe... ein toller, erleichternder Anblick!!!
Auch nach meiner Wanderung heute Vormittag saß sie nicht mehr getrennt von den anderen in ihrer einsamen Ecke, sondern mischte sich endlich unters Geiervolk. Das bedeutet nun zwar, dass ich sie nicht mehr so leicht erkenne, weil die grüne Markierung am Bein nicht immer zu sehen ist, aber natürlich nehme ich das gerne in Kauf. Solange ich weiß, dass es ihr endlich gutgeht. Den Tag heute habe ich mir freigenommen, einerseits natürlich zum Geierbeobachten, aber auch für die Wanderung heute Vormittag. Leider habe ich seit dem Wochenende im Hinterkopf, dass sich mein Urlaub unter Geiern nun bald dem Ende nähert. Wirklich schade, wie schnell die Zeit hier vergangen ist :-( Aber ich weiß ja, dass ich hier jeder Zeit wieder willkommen bin... Ich werde in jedem Fall versuchen nächstes Jahr wieder herzukommen, um "Betty" vor ihrer Auswilderung noch einmal zu besuchen!!!
Nach dem Mittagessen wurden wir alle noch einmal in den Speisesaal zu einem Meeting gerufen. Ein wenig überrascht versammelten wir uns also wieder... und wenige Augenblicke später wurde ein riesiger Geier-Kuchen unter der kroatischen Version von "Happy Birthday to you" hereingetragen!!! Total schön!!! Und eigentlich viel zu schade zum Essen... Der Kuchen war so groß wie ein Ofenblech und obendrauf war ein Geier gemalt sowie "Happy Birthday". Drumherum blaue Farbe und viel Sahne. Ich habe keine Ahnung, woraus der Kuchen bestand, aber in jedem Fall war er köstlich!
Noch einmal auf diesem Wege vielen Dank für diese tolle, rührende Überraschung!!!
Nach dem Mittagessen wurden wir alle noch einmal in den Speisesaal zu einem Meeting gerufen. Ein wenig überrascht versammelten wir uns also wieder... und wenige Augenblicke später wurde ein riesiger Geier-Kuchen unter der kroatischen Version von "Happy Birthday to you" hereingetragen!!! Total schön!!! Und eigentlich viel zu schade zum Essen... Der Kuchen war so groß wie ein Ofenblech und obendrauf war ein Geier gemalt sowie "Happy Birthday". Drumherum blaue Farbe und viel Sahne. Ich habe keine Ahnung, woraus der Kuchen bestand, aber in jedem Fall war er köstlich!
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Montag, 2. August 2010
Urlaub unter Geiern - 2.Woche
Mittlerweile ist leider auch schon die zweite Woche vorbei und ich kann mir kaum vorstellen die wunderschönen Gänsegeier hier zu verlassen. Natürlich besuche ich sie nach wie vor jeden Tag in ihrer Voliere. Da das Wetter aber seit Sonntag endlich wieder deutlich besser geworden ist und wir mittlerweile wieder gut 20 Helfer sind, wird auch das Wiederherstellen der Steinmauern hier entlang der Wanderwege angeboten. Heute Vormittag sind wir also mit Spitzhacke und Schaufeln raus und haben uns an die Arbeit gemacht - zum Glück halbwegs im Schatten. 
Hier auf der Insel Cres gibt es eine Wildschweinplage, nachdem Jäger vor Jahren diese Tierchen hergebracht haben. Mittlerweile vermehren sie sich unkontrolliert und zerstören alles, was ihnen in die Quere kommt. Leider gehören da auch "unsere" Steinwälle dazu, die einerseits Grundstücke und Wanderwege markieren, hauptsächlich aber die Natur vor Bodenerosion schützen sollen.
Die Wildschweine machen sich allerdings nicht die Mühe drum herum zu gehen, sondern rennen einfach mitten durch. Oder sie buddeln so lange, bis die Wände einstürzen. Wildschweine sind aber nicht an allem schuld, auch Erosion und Unwetter tragen zur Zerstörung der Wälle bei.
Nebenbei: Was hat das alles mit Gänsegeiern zu tun!? Gegen die Wildschweinplage wurden früher viele vergiftete Fleischköder ausgelegt. Die Wildschweine riechen das Gift aber und lassen es liegen. Die wilden Gänsegeier freuen sich aufgrund des allgemeinen Nahrungsmangels hier natürlich über jedes Stückchen Aas und greifen zu. Die meisten Geier sterben daran, nur wenige konnten bisher gerettet werden :-( Zum Glück wurden in den letzten zwei Jahren aber keine vergifteten Geier mehr gefunden.
Mit den Steinwällen wollen wir in erster Linie die Natur der Insel Cres schützen und damit den Geiern ihren Lebensraum erhalten. Die Arbeit sieht dann so aus, dass die eingestürzten Bereiche der Mauern eingerissen werden, Erdreich entfernt wird und die Mauern dann bis zu 2 m hoch neu aufgetürmt werden. Zwischen Böschung und Steinwall werden dann kleinere Steine als zusätzliche Stütze geworfen. Trotz sechs Helfer kamen wir nur mühsam voran, aber diese "harte" Arbeit tat zur Abwechslung ganz gut. Was man nicht alles für die gefiederten Krummschnäbel (und den Schutz der Natur) tut...
Nebenbei: Was hat das alles mit Gänsegeiern zu tun!? Gegen die Wildschweinplage wurden früher viele vergiftete Fleischköder ausgelegt. Die Wildschweine riechen das Gift aber und lassen es liegen. Die wilden Gänsegeier freuen sich aufgrund des allgemeinen Nahrungsmangels hier natürlich über jedes Stückchen Aas und greifen zu. Die meisten Geier sterben daran, nur wenige konnten bisher gerettet werden :-( Zum Glück wurden in den letzten zwei Jahren aber keine vergifteten Geier mehr gefunden.
Mit den Steinwällen wollen wir in erster Linie die Natur der Insel Cres schützen und damit den Geiern ihren Lebensraum erhalten. Die Arbeit sieht dann so aus, dass die eingestürzten Bereiche der Mauern eingerissen werden, Erdreich entfernt wird und die Mauern dann bis zu 2 m hoch neu aufgetürmt werden. Zwischen Böschung und Steinwall werden dann kleinere Steine als zusätzliche Stütze geworfen. Trotz sechs Helfer kamen wir nur mühsam voran, aber diese "harte" Arbeit tat zur Abwechslung ganz gut. Was man nicht alles für die gefiederten Krummschnäbel (und den Schutz der Natur) tut...
Zwischendurch tauchte unter einem Stein ein Mini-Skorpion auf, der nicht größer als 3 cm war. Zum Glück haben wir seine großen Artgenossen nicht gesehen! 
Übrigens gibt es auch in der Geier-Voliere zwei Steinwälle, weil die Geier später in freier Wildbahn viele Steinwälle auf der Insel sehen werden und sich daher bereits während ihres "Schutzjahres" bei uns an ihre natürliche Umgebung gewöhnen sollen. Auf einem Steinwall versammeln sich die Geier öfters zur Mittagsstunde, weil die hohe Holzplattform dann ihren Schatten auf den Wall wirft und die Geier sich eine kleine "Abkühlung" gönnen können.
Für den Rest des Tages ging es zur Erfrischung ab an den Strand und morgen nehme ich meinen freien Tag. Genug Zeit also für die ein oder andere Minute in der Geier-Voliere. Hoffentlich haben die Viecher bis dahin wieder Hunger, damit das halbe Pferd auf der Futterstelle nicht umsonst zwei Tage vor sich hin verwest ;-)
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Freitag, 30. Juli 2010
Urlaub unter Geiern - gerettete Junggeier
Nur ein kurzer Zwischenbericht:
Der kleine Gänsegeier von gestern hat über Nacht leider nichts gefressen. Also wurde ihm heute Morgen der Schnabel im wahrsten Sinne des Wortes mit Futter gestopft!!! Das hat er dann natüerlich NICHT verschmäht. Er bleibt aber nach wie vor erstmal in Quarantäne.
"Betty", deren kroatischer Name "Velebit" lautet, da alle geretteten Geier dieses Jahr nach kroatischen Bergen benannt werden, hat leider wieder nicht gefressen.
Damit ist sie jetzt schon seit mindestens vier Tagen auf Diät :-((( Auch das frische, braune Schaf, das sechs Stunden von den anderen Geiern kaum angehackt wurde, schien sie kaum zu interessieren. Keine Ahnung, ob sie verängstigt ist, schüchtern oder einfach nicht hungrig!? Sie unternahm neben Hoppeleien durch die Voliere nur einige wenige Flugversuche und krachte dabei jedesmal in das Netz der Voliere. Arme Kleine :-(
Die wilden Geier hingegen schienen sich für das Schaf sehr zu interessieren, denn auf einmal kreisten 10 über der Voliere am Himmel.
Einer ging auf Aas-Angriff über und kam in rasanten Kreisen hinabgesegelt. Erst etwa zwei Meter über der Voliere, als er schon seinen Hals ausgefahren hatte, erkannt er das Netz und drehte wieder ab. Er und seine Kollegen blieben aber so lange kreisend am Himmel, bis das Schaf von den Geiern hier im Eko-Centar komplett abgenagt wurde.
Nach stundenlanger Zurückhaltung machte ein Gänsegeier zaghaft den Anfang, wodurch den anderen Geiern sichtbar das Wasser im Schnabel zusammen lief.

Kurze Zeit später mampften die Geier bereits um die Wette!!!


Fein säuberlich wurde das Fell vom Fleisch getrennt, zur Seite gezogen und dann die Knochen blitzblank abgenagt.
Ich befürchte, dass nichts mehr übrig ist, das sich "Betty" heute Nacht reinschlingen könnte :-(
Der kleine Gänsegeier von gestern hat über Nacht leider nichts gefressen. Also wurde ihm heute Morgen der Schnabel im wahrsten Sinne des Wortes mit Futter gestopft!!! Das hat er dann natüerlich NICHT verschmäht. Er bleibt aber nach wie vor erstmal in Quarantäne.
"Betty", deren kroatischer Name "Velebit" lautet, da alle geretteten Geier dieses Jahr nach kroatischen Bergen benannt werden, hat leider wieder nicht gefressen.
Die wilden Geier hingegen schienen sich für das Schaf sehr zu interessieren, denn auf einmal kreisten 10 über der Voliere am Himmel.
Nach stundenlanger Zurückhaltung machte ein Gänsegeier zaghaft den Anfang, wodurch den anderen Geiern sichtbar das Wasser im Schnabel zusammen lief.
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Donnerstag, 29. Juli 2010
Urlaub unter Geiern - nächster Geier gerettet!!!
Und schon wieder wurde ein junger Gänsegeier erfolgreich gerettet!!!
Bereits gestern wurden wir ueber einen tieffliegenden Junggeier informiert, der auf einer Felsenklippe etwa fünf bis sechs Meter über dem Meer gelandet ist. Sofort fuhr ein Rettungstrupp raus und beobachtete den Flattermann. Er saß zu hoch und an einer zu gefährlichen Stelle, als dass man ihn hätte kletternd erreichen koennen. Also wurde er etwa eine Dreiviertelstunde vom Boot aus beobachtet, bis auf einmal seine Eltern auftauchten. Der Kleine schwang sich daraufhin in die Lüfte und folgte seinen Eltern, die ihm zeigten, wie er auf den warmen Aufwinden segeln kann. Das muss ein wirklich ergreifender Anblick gewesen sein! Schon bald hatten sie eine beachtliche Höhe erreicht und flogen davon. Es stellte sich anhand der Markierung heraus, dass es ein Geier von Kruna ist, also einer der beiden Junggeier, die ich morgens per Teleskop beobachtete hatte.
Heute Nachmittag fuhren die neuen Helfer mit dem Boot raus, um sich entlang der Küste mehrere Brutplätze anzuschauen und die Geier zu beobachten. Dabei fiel ihnen weit entfernt von Kruna zunächst ein Geier in den Klippen auf... und wenig später dann die Frage: "Hm, das da am Strand sieht aus wie ein Geier!"... "Es IST ein Geier!" Und so wurde das Boot vorsichtig an den Strand gefahren und unsere Helfer versuchten den Geier einzufangen. Natürlich OHNE Decke und Sack, sondern nur mit Badelaken und bloßen Händen "bewaffnet". Der Geier versuchte sich unter einem Gestrüpp zu verstecken, aber er konnte bald eingefangen werden. Also ab aufs Boot mit ihm und mit vereinten Kräften festgehalten, während das Boot in den Wellen auf und ab sprang und der Geier nicht gerade begeistert war. Es war wieder der selbe Geier von gestern Morgen und dem ersten "Rettungsversuch". Das Fliegen scheint er ja halbwegs zu beherrschen, sonst wäre er nicht so weit entfernt von seinem Nest unterwegs gewesen. Aber so 100 %ig klappte es dann doch nicht. Letztendlich kam er dank der schnellen Hilfe aber heil hier im Eko-Centar an und konnte gewogen werden: 5 kg, also wirklich nur ein kleines, schwaches Tierchen. Im Gegensatz zu "Betty" trank er allerdings gierig eine Wasserflasche leer und verschlang einige schnabelgerechte Fleischhäppchen!!! Danach wurde er in den Quarantäne-Bereich gesteckt, in dem eigentlich auch "Betty" eine Nacht bleiben sollte.
"Betty" ging es heute immer noch nicht besser. Sie nagte keinen einzigen Fleischhappen an, versuchte nur Blätter, Gras und kleine Holzstückchen zu futtern. Ob sie Vegetarierin ist? Meine andere Theorie: Wenn sie eine RICHTIGE Betty ist, dann könnten wir sie bestimmt mit einem Stückchen Schoko aufpäppeln!? Aber leider habe ich sowas hier selber nicht, sonst würde ich es ihr sofort anbieten!!! Sie sah die meiste Zeit wirklich jämmerlich aus, hatte oft den Kopf nach vorne hängen und saß die ganze Zeit abseits der anderen Geier. Immerhin konnte ich sie einmal dabei beobachten, wie sich eine Holzstufe höher zu den anderen Geiern sprang.
Das Wetter wurde ab Mittag immer schlechter und zwischendurch setzte starker Regen ein. Die Gänsegeier sahen schon bald aus wie patschnasse Hühnchen und saßen grummelig, eingehutzelt in ihrem Gehege. 
Eigentlich nutzen sie Regen, um ihre Federn vom Aas hack zu säubern, aber so viel Aas hatten sie gestern ja gar nicht. Kurz vor dem Abendessen, als der Regen wieder aufgehört hatte, breiteten viele ihre Flügel zum Federntrocknen aus. Hin und wieder flatterten sie hektisch mit den riesigen Schwingen, um die Feuchtigkeit abzuschütteln. "Betty" scheint da allerdings noch nicht ganz fit zu sein, denn sie breitete die Flügel aus und schüttelte daraufhin ihren ganzen Körper wie ein Hund, der gerade ein Bad genommen hat. Dementsprechend sah sie dann auch wie ein aufgeplusterter Truthahn aus, dessen Federn in alle Richtungen abstehen. Echt niedlich!!! 
Und wenigstens sah sie dadurch nicht mehr so abgemagert aus wie im patschnassen Zustand. Schnief, hoffentlich schafft sie es morgen endlich was zu essen. Vielleicht kann ihr dann ja der heutige Neuling zur Seite stehen. 
Nach dem heutigen Tag leben also 20 Geier hier im Eco-Center und es ist nur noch ein einziger Junggeier von der Geierklippe Kruna übrig, die anderen drei sind alle bereits hier gelandet. Das bedeutet natürlich, dass wir nun doppelt auf den letzten wilden Junggeier achtgeben müssen. Und natürlich auf seine Kollegen von den anderen Geierklippen.
Dank des relativ schlechten Wetters hatten wir hier heute eine Besucherflut: Allein 120 bis zum Mittagessen, Spitzenrekord! Meinen herzlichen Dank an alle Gäste für den Besuch, die Spenden und das Interesse an unseren tollen Gänsegeiern!!!
Bereits gestern wurden wir ueber einen tieffliegenden Junggeier informiert, der auf einer Felsenklippe etwa fünf bis sechs Meter über dem Meer gelandet ist. Sofort fuhr ein Rettungstrupp raus und beobachtete den Flattermann. Er saß zu hoch und an einer zu gefährlichen Stelle, als dass man ihn hätte kletternd erreichen koennen. Also wurde er etwa eine Dreiviertelstunde vom Boot aus beobachtet, bis auf einmal seine Eltern auftauchten. Der Kleine schwang sich daraufhin in die Lüfte und folgte seinen Eltern, die ihm zeigten, wie er auf den warmen Aufwinden segeln kann. Das muss ein wirklich ergreifender Anblick gewesen sein! Schon bald hatten sie eine beachtliche Höhe erreicht und flogen davon. Es stellte sich anhand der Markierung heraus, dass es ein Geier von Kruna ist, also einer der beiden Junggeier, die ich morgens per Teleskop beobachtete hatte.
Heute Nachmittag fuhren die neuen Helfer mit dem Boot raus, um sich entlang der Küste mehrere Brutplätze anzuschauen und die Geier zu beobachten. Dabei fiel ihnen weit entfernt von Kruna zunächst ein Geier in den Klippen auf... und wenig später dann die Frage: "Hm, das da am Strand sieht aus wie ein Geier!"... "Es IST ein Geier!" Und so wurde das Boot vorsichtig an den Strand gefahren und unsere Helfer versuchten den Geier einzufangen. Natürlich OHNE Decke und Sack, sondern nur mit Badelaken und bloßen Händen "bewaffnet". Der Geier versuchte sich unter einem Gestrüpp zu verstecken, aber er konnte bald eingefangen werden. Also ab aufs Boot mit ihm und mit vereinten Kräften festgehalten, während das Boot in den Wellen auf und ab sprang und der Geier nicht gerade begeistert war. Es war wieder der selbe Geier von gestern Morgen und dem ersten "Rettungsversuch". Das Fliegen scheint er ja halbwegs zu beherrschen, sonst wäre er nicht so weit entfernt von seinem Nest unterwegs gewesen. Aber so 100 %ig klappte es dann doch nicht. Letztendlich kam er dank der schnellen Hilfe aber heil hier im Eko-Centar an und konnte gewogen werden: 5 kg, also wirklich nur ein kleines, schwaches Tierchen. Im Gegensatz zu "Betty" trank er allerdings gierig eine Wasserflasche leer und verschlang einige schnabelgerechte Fleischhäppchen!!! Danach wurde er in den Quarantäne-Bereich gesteckt, in dem eigentlich auch "Betty" eine Nacht bleiben sollte.
"Betty" ging es heute immer noch nicht besser. Sie nagte keinen einzigen Fleischhappen an, versuchte nur Blätter, Gras und kleine Holzstückchen zu futtern. Ob sie Vegetarierin ist? Meine andere Theorie: Wenn sie eine RICHTIGE Betty ist, dann könnten wir sie bestimmt mit einem Stückchen Schoko aufpäppeln!? Aber leider habe ich sowas hier selber nicht, sonst würde ich es ihr sofort anbieten!!! Sie sah die meiste Zeit wirklich jämmerlich aus, hatte oft den Kopf nach vorne hängen und saß die ganze Zeit abseits der anderen Geier. Immerhin konnte ich sie einmal dabei beobachten, wie sich eine Holzstufe höher zu den anderen Geiern sprang.
Dank des relativ schlechten Wetters hatten wir hier heute eine Besucherflut: Allein 120 bis zum Mittagessen, Spitzenrekord! Meinen herzlichen Dank an alle Gäste für den Besuch, die Spenden und das Interesse an unseren tollen Gänsegeiern!!!
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