Montag, 1. Januar 2018

Perfekter Start ins Neue Jahr II

Der heutige Neujahrsbesuch im Geierrestaurant war so genial, dass ich einfach mal ein paar Bildchen mehr zeigen werde. Ich kann mich vor lauter Begeisterung sowieso nicht für eine kleinere Auswahl entscheiden. Was für ein tolles Erlebnis! Ich habe ja schon viele tolle Momente im Geierrestaurant von VulPro erlebt, aber der heutige Besuch könnte es locker in die Top10 schaffen! Es war einfach zu atemberaubend, wie binnen Sekunden zahllose Geier ins Geierrestaurant herabsausten und das Neujahrsmahl verschlangen.
Überall Riesenflügel, soweit das Auge reicht!
Diesen Kollegen hier habe ich heute zum ersten Mal gesehen. Wenn ich richtig recherchiert habe, dann handelt es sich hierbei um einen Abdimstorch, auch Regenstorch genannt. Er ist deutlich kleiner als die Weißstörche, die sich im Geierrestaurant herumtrieben. Ein paar seiner Freunde kreisten über VulPro, aber leider trauten sie sich nicht zu landen. Ich glaube ich habe letztens auch einen ganzen Schwarm über der Schweinefarm kreisen lassen, wo wir nahe Nooitgedacht immer unser Aas einsammeln.
Der Marabu hatten leider keine Freunde mitgebracht, aber ich hoffe, dass er heute Abend seinen Freunden von unserem Geierrestaurant erzählt und sie zu Besuch kommen. Hoffentlich haben wir bis dahin wieder Aas zum Auslegen.
In enormer Höhe konnte ich plötzlich ein ganzes Armada feiner, schwarzer Striche am Himmel erkennen. Sie waren aber so hoch, dass es unmöglich war ein Foto zu machen. Ich bin mir sicher, dass es knapp hundert Störche waren, die in Formation am Himmel segelten. Schade, dass sie nicht alle bei uns gelandet sind.
Kapgeier beim Streit ums Aas. Es wird sich kein Bröckchen vom Aas geschenkt und jeder abgerissene Bissen wird bestens verteidigt.
Wenn das Geiergewusel zu heftig wurde, schaute der süße Marabu lieber nur aus der Ferne zu.
Eines meiner Lieblingsbilder!!!

Während sich eine Horde Geier aus dem Staub machte, landete direkt ein ganzer Trupp neuer Geier im Restaurant.
Erst nach etwa eineinhalb Stunden mussten die Geier einsehen, dass nicht mehr viel zu holen ist. Trotzdem gaben etwa 20-30 Geier nicht auf und drehten immer wieder das Unterste zuoberst.
Dieser junge Weißrückengeier hat sich ein Bad im Geierpool gegönnt. Kein Wunder, bei dieser Hitze! Nachdem sich im Laufe des Tages bestimmt 250 Geier, ein Marabu, ein paar Störche und diverse andere Viecher im Geierpool herumgetrieben haben, könnten wir den Pool bestimmt schon wieder putzen!
Ein Haufen Geier hat es sich im Schatten unter einem Baum bequem gemacht. Dort lässt es sich auch viel besser aushalten als auf freiem Felde.
Dutzende Geier in der Thermik. Ein wunderschöner Anblick!
Irgendwann tauchten auch Kerris Pferde im Geierrestaurant auf. Die Geier sind das zwar gewohnt und natürlich interessieren sie sich nicht für lebende Tiere. Aber ich könnte schwören den ein oder anderen sabbernden Schnabel gesehen zu haben ;-)
Nach dem erfrischenden Bad kommt das Sonnenbaden.
Weitere Streitigkeiten um die letzten imaginären Aas-Fetzen.
Als mir ein Pferd die Sicht versperrte, riss ich mich schweren Herzens los und schaute, wo ich mich sonst noch nützlich machen konnte. Was für ein herrlicher Start ins Neue Jahr!!! Ich bin einfach nur glücklich hier zu sein und dieses Geierschauspiel miterleben zu können!
Frohes Neues Jahr!!!

Perfekter Start ins Neue Jahr I

Da ich um kurz vor Mitternacht wach geworden bin und Laura auch noch auf den Beinen war, haben wir uns draußen getroffen und das Feuerwerk angeschaut. Nunja, zumindest ganz weit in der Ferne am Horizont, wo in den Randgebieten Pretorias einige wenige Raketen sichtbar waren. Aber gut, dass in unmittelbarer Nähe von VulPro nicht geknallt wurde, sonst hätten sich die Geier bestimmt ziemlich erschreckt.
Heute früh konnte ich es kaum erwarten den Geiern ein frohes Neues Jahr zu wünschen. Da wir gestern so viel geschafft hatten, brauchte ich heute eigentlich nur ein paar Tierchen füttern und bei der Versorgung unserer Patienten helfen. Bereits um 7 Uhr war es so heiß, dass jede Bewegung in der prallen Sonne anstrengend war. Wann regnet sich endlich die hohe Luftfeuchtigkeit ab??? Zum Abkühlen ging ich ins Beobachtungshäuschen vom Geierrestaurant, wo halbwegs ein Lüftchen wehte. Außer drei, vier Kapgeiern, einem Weißrückengeier und ein paar sich streitender Kuhreiher war dort noch nicht viel los.
Dabei hatten wir in aller Frühe extra ein saftiges Rindvieh mit traumhaft-langen Schlappohren ausgelegt.
Als ich nach einer Weile zum Haus zurückging, um mir eine Flasche Wasser aufzufüllen, kreiste plötzlich ein Marabu am Himmel. Also nix wie Sachen gepackt und zurück zur Futterstelle.
Der Marabu war mittlerweile gelandet und hatte schon das erste Häppchen im Schnabel.
Interessante Trinkpose,...
...die einer der Kapgeier direkt nachmachen wollte.
Prost Neujahr!!!
Neben den beiden mittlerweile hier sesshaften Störchen kreisen noch einige weitere Störche über VulPro. Allerdings landeten nur zwei weitere im Restaurant.
Das Aas blieb noch eine Weile von den Geiern unberührt, bis sich einer meiner Lieblingsmomente im Geierrestaurant wiederholte. Ich liebe es, wenn auf freiem Feld nur ein einziger Geier ist, der neugierig seinen Schnabel ins Aas hackt...
Und im nächsten Moment flattern sämtliche Geier der Umgebung Richtung Aas...
...und vom Himmel regnet es weitere Geier!
Dieses Schauspiel ist einfach spektakulär!!! Es dauerte nur wenige Sekunden, da hatten sich bereits mehrere Dutzend Geier um das Aas versammelt und nach wenigen Minuten waren es knapp 200 Stück!
Die Geier landeten von allen Seiten und ich wusste gar nicht mehr, wo ich zuerst hinschauen sollte!
Ein Landeanflug schöner als der andere!
Und noch immer war der Himmel voll von Geiern, die über VulPro kreisten.
Für einen Geierfreund der allerbeste Weg, um gebührend ins neue Jahr zu flattern!!!
Genüssliches Neujahrs-Aas hack!
Sofort waren das frische Aas und die vielen Knochenreste der letzten Tage von den Geiern umzingelt und das Gefauche und Geschnattere klang richtig begeistert.
Wie bei Geiern so üblich sprang immer wieder der gierigste, aggressivste Neuankömmling ganz oben auf das Aas bzw. mitten in den Geierhaufen hinein, um zu zeigen, dass er das Sagen hat. Bis ihn jemand ablöst, der noch viel hungriger und mutiger ist.
Was für ein genialer Anblick! Hier könnte ich stundenlang zuschauen!
Der Marabu stakste kreuz und quer durch das Geiergewühl und stibitzte sich seinen Anteil vom Aas.
Auch ein Milan mischte sich unters Volk.
Da ich mich zwei Stunden lang gar nicht sattsehen konnte, fällt auch die Bilderauswahl etwas üppiger aus. Daher gleich noch eine Fortsetzung...