Zur Feier des gestrigen Sisterhearttages erkundeten meine Schwesti und ich zum ersten Mal den Zoo Rotterdam (Diergaarde Blijdorp). Ich hatte schon vor einer Weile munkeln gehört, dass es dort diese großen, eleganten Vögel geben soll... Und tatsächlich: Der erste Wegweiser zur Geiervoliere war schnell entdeckt.
Geier-Infoschild gut getarnt im Gestrüpp vor der großen Voliere.
Was ich vorher nicht wusste: In Rotterdam gibt es eine begehbare Voliere, wo die Besucher einmal quer durchlaufen können. Ein Teil unterm Dach war allerdings gesperrt, weil hier Geier zwei große Nester auf den Dachbalken gebaut haben.
Im kleineren Nest wohnt Familie Kappengeier. Das Küken ist schon fast ausgewachsen und könnte bald flügge werden. Und seinen Eltern unterscheidet es sich durch sein noch sehr dunkles Köpfchen. Später wird es rosa, wie seine Eltern. Die meiste Zeit duckte sich der Piepmatz ins sichere Nest, aber hin und wieder konnte ich ihn bewundern.
Wie im gesamten Zoo gab es auch in der Geiervoliere liebevoll gestaltete Deko. Bei Geiern darf das ein oder andere Gerippe bzw. ein Tierschädel nicht fehlen.
Die stolzen Kappengeiereltern auf einem Dachbalken nahe des Nestes. Sobald zu viele Besucher in der Voliere waren, flatterte mindestens ein Elterngeier sofort zum Nest, um das Küken zu beschützen.
Der schnellste Weg zum Nest erfolgte meist von einer Sitzstange direkt neben dem Besucherweg.
Abflug.
Neben dem Kappengeiernest gab es noch ein zweites, riesiges Nest. Dieses schien allerdings leer zu sein, denn bei keinem der drei Besuche in der Voliere konnten wir einen Geier im Nest entdecken.
Die beiden Wollkopfgeier trieben sich häufig auf oder neben dem Dach herum. Ob das Nest vielleicht von ihnen war und sie es nach erfolgloser Brut aufgegeben haben?
Unter dem Dach gab es sehr viele Infotafeln über Geier und Marabus.
Spannweitenvergleich.
Infos zum Geierkiller Diclofenac.
In der großen Voliere war die ganze Zeit Action. Kein Wunder, bei so vielen (verschiedenen) gefiederten Einwohnern. Zweimal waren wir zufälligerweise zeitgleich zur Fütterung in der Voliere. Diese Bilder folgen in einem Extra-Artikel. Hier erstmal ein paar weitere Bilder der Kappengeier.
Deutlich größer als die kleinen Kappengeier sind die Sperbergeier. Von dieser Geierart leben wenigstens 3 in der Voliere. Ihr geschecktes Gefieder ist einfach wunderschön und gibt ihnen ein unverwechselbares Aussehen.
Die beiden Wollkopfgeier sind garantiert ein Pärchen, da sie die meisten Zeit nah beieinander saßen. Hier eine kurze Deko-Aas-Erkundung.
Vom großen Marabu ließ sich der Wollkopfgeier allerdings nicht beeindrucken.
Kurze Verschnaufpause.
Sonnenbaden.
Das graue Hühnchen links im Bild lief elegant in der Voliere herum oder genoss die warmen Sonnenstrahlen. Es wirkte etwas zurückhaltend und schüchtern, schien sich mit den vielen Geiern und Marabus aber gut zu verstehen.
In der Voliere leben auch zwei Weißrückengeier. Im Gegensatz zu den gescheckten Sperbergeiern ist ihr Gefieder fast einfarbig. Allerdings wird im Flug ein großer weißer Fleck am Rücken sichtbar, daher auch ihr Name.
Bei ihrem Anblick musste ich direkt an VulPro denken. Zum Glück sind es nur noch zwei Wochen bis zur Heimkehr nach Südafrika! Mindestens ein Weißrückengeier-Paar hat ein Ei gelegt, das jeden Moment schlüpfen kann. Hoffentlich werde ich zum ersten Mal in meinem Leben in den Genuss kommen ein Weißrückengeier-Küken bewundern zu können!
Von links nach rechts: Sperbergeier, Kappengeier, Marabu.
Solche Bilder mag ich besonders gerne! Verschieden Geierarten vereint. Genauso, wie es auch in der freien Natur vorkommt.
Volieren-Panorama von links nach rechts...
Weitere Bilder folgen...
Samstag, 8. Juli 2017
Donnerstag, 6. Juli 2017
Riesen-Gustavs Fotoshooting
Damit sich Riesen-Gustav zwischen seinen Einsätzen für den Geierschutz nicht langweilt, hatte ich ihm ein Fotoshooting bei PicturePeople im Limbecker Platz in Essen gebucht. Der Limbecker Platz ist ein großes Shoppingcenter und allein bei der Vorstellung Riesen-Gustav vom Parkhaus aus quer durch das Center zu schleppen, habe ich mich köstlich amüsiert. Letztendlich habe ich aber auf meinen Stammparkplatz verzichtet und bin lieber näher an das Fotostudio herangefahren. So brauchte ich Riesen-Gustav nur eine Rolltreppe runtertragen, die praktisch vor dem Fotostudio endet. Da die Rolltreppe mitten in einer der vier Rotunden des Centers ist, konnten Besucher über drei Etagen sehen, wie ein Riesenstoffgeier mit der Rolltreppe fuhr.
Nach einem kurzen Abstecher zum Friseur gab es im Fotostudio Makeup inklusive. Riesen-Gustav checkte derweil das Bühnenbild und die Lichteinstellungen. Ganz schön warm heute. Da lässt sich ein Riesen-Geier gerne mit dem Ventilator etwas frische Luft in die Halskrause wehen.
Dann ging es los. Was soll ich sagen!? Riesen-Gustav ist das geborene Geiermodel. Jedes Bild ein Treffer. Kein Verwackeln, die Augen immer geöffnet und ein unwiderstehliches Lächeln rund um den Schnabel. Er hat richtig gut vorgemacht, wie es geht!
Schau mir in die Augen.
Zuerst hatte ich überlegt ein Federshooting mit Windmaschine zu buchen, aber ich wollte nicht riskieren, dass nachher jeder denkt ich hätte Riesen-Gustav gerupft. Also lieber Seifenblasen. Teilweise blieben die Seifenblasen auf Riesen-Gustavs Schnabel liegen und rollten anschließend langsam den Schnabel hinab. Das sah einfach endniedlich aus!
Da soll noch einmal jemand sagen Geier seien hässliche Tiere!
Das nächste Bild ist mein Lieblingsbild mit Riesen-Gustav. Ich denke das werde ich super für meine nächsten Geieraktionen nutzen können, wenn Riesen-Gustav für Selfies gegen eine kleine Spende für den Geierschutz bereitsteht. Mein Geierstand für den Artenschutztag im Zoo Duisburg am 27.08.2017 ist gebucht - da werdet ihr die Gelegenheit zu einem Meet & Greet mit Riesen-Gustav bekommen. Sehr wahrscheinlich wird Riesen-Gustav aber auch am Weltgeiertag (IVAD - International Vulture Awareness Day) einen Auftritt bekommen.
Zwischendurch durfte Riesen-Gustav mit seinem Schnabel auch ein paar Seifenblasen pusten. Das sah auf den Bildern zwar witzig aus. Wir haben aber beide festgestellt, dass die Bilder irgendwie besser werden, wenn jemand die Seifenblasen von der Seite pustet.
Nach einem kurzen Abstecher zum Friseur gab es im Fotostudio Makeup inklusive. Riesen-Gustav checkte derweil das Bühnenbild und die Lichteinstellungen. Ganz schön warm heute. Da lässt sich ein Riesen-Geier gerne mit dem Ventilator etwas frische Luft in die Halskrause wehen.
Dann ging es los. Was soll ich sagen!? Riesen-Gustav ist das geborene Geiermodel. Jedes Bild ein Treffer. Kein Verwackeln, die Augen immer geöffnet und ein unwiderstehliches Lächeln rund um den Schnabel. Er hat richtig gut vorgemacht, wie es geht!
Schau mir in die Augen.
Zuerst hatte ich überlegt ein Federshooting mit Windmaschine zu buchen, aber ich wollte nicht riskieren, dass nachher jeder denkt ich hätte Riesen-Gustav gerupft. Also lieber Seifenblasen. Teilweise blieben die Seifenblasen auf Riesen-Gustavs Schnabel liegen und rollten anschließend langsam den Schnabel hinab. Das sah einfach endniedlich aus!
Da soll noch einmal jemand sagen Geier seien hässliche Tiere!
Das nächste Bild ist mein Lieblingsbild mit Riesen-Gustav. Ich denke das werde ich super für meine nächsten Geieraktionen nutzen können, wenn Riesen-Gustav für Selfies gegen eine kleine Spende für den Geierschutz bereitsteht. Mein Geierstand für den Artenschutztag im Zoo Duisburg am 27.08.2017 ist gebucht - da werdet ihr die Gelegenheit zu einem Meet & Greet mit Riesen-Gustav bekommen. Sehr wahrscheinlich wird Riesen-Gustav aber auch am Weltgeiertag (IVAD - International Vulture Awareness Day) einen Auftritt bekommen.
Zwischendurch durfte Riesen-Gustav mit seinem Schnabel auch ein paar Seifenblasen pusten. Das sah auf den Bildern zwar witzig aus. Wir haben aber beide festgestellt, dass die Bilder irgendwie besser werden, wenn jemand die Seifenblasen von der Seite pustet.
Netterweise konnte ich das Fotoshooting auch für ein paar eigene Portraits nutzen. Während ich auf die Fotoauswahl wartete, setzte sich Riesen-Gustav in den Eingang des Fotostudios und begrüßte die vorbeilaufenden Besucher. Dabei erntete er viele bewundernde Blicke und nicht nur die Kinder riefen begeistert, dass er toll ist!
Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei dem tollen Team von PicturePeople bedanken. Auf Fotos bin ich sonst steif wie ein Brett, aber ihr habt es perfekt geschafft, dass ich Riesen-Gustavs Bilder nicht verunstalte. Klasse, dass ihr für jeden Spaß zu haben seid und dieser Fototermin ein tolles Erlebnis mit super Bildern wurde! Ich bin mir sicher, dass ich bald wieder vorbeischauen werden!
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Samstag, 1. Juli 2017
Duisburger Küken (56 Tage)
Bei grauem Nieselwetter machte ich mich vormittags auf den Weg zum Zoo Duisburg, um nach einer Woche wieder das Gänsegeier-Küken zu besuchen. Diesmal bot sich mir endlich mal wieder ein schöner Familienanblick. Mamageier saß hinter dem Baum versteckt neben dem Küken und Papageier in unmittelbarer Nähe zum durch den Regen ruinierten Nest.
Dem Küken schien das Nieselwetter, nasse Gefieder und nicht vorhandene Nest nicht zu gefallen. Es fiepte beinahe nonstop und sehr eindringlich, während einer seiner Riesenfüße die ganze Zeit hektisch zitterte. Mit einem ausgepolsterten Nest unterm Hintern wäre das Ranzwetter sicherlich leichter zu ertragen gewesen.
Papageier muss einen ordentlichen Schauer abbekommen haben, denn er sah aus wie ein begossenes Huhn und versuchte sich das Gefieder neu herzurichten.
Das Küken ist schon fast vollständig befiedert. So ein süßes, knuffiges Schätzchen!
Papageier.
Flausch-Küken.
Die liebe Geierfamilie vereint.
Dieses Jahr gab es leider viel zu wenige Familienbilder... daher war der Anblick heute umso schöner.
Wer wird sich denn da streiten!?
Geiereltern.
Bei den Ausquartierten war ebenfalls Gefiederpflege angesagt. Bei diesem Mistwetter allerdings vergebene Liebesmüh.
Dem Küken schien das Nieselwetter, nasse Gefieder und nicht vorhandene Nest nicht zu gefallen. Es fiepte beinahe nonstop und sehr eindringlich, während einer seiner Riesenfüße die ganze Zeit hektisch zitterte. Mit einem ausgepolsterten Nest unterm Hintern wäre das Ranzwetter sicherlich leichter zu ertragen gewesen.
Papageier muss einen ordentlichen Schauer abbekommen haben, denn er sah aus wie ein begossenes Huhn und versuchte sich das Gefieder neu herzurichten.
Das Küken ist schon fast vollständig befiedert. So ein süßes, knuffiges Schätzchen!
Papageier.
Flausch-Küken.
Die liebe Geierfamilie vereint.
Dieses Jahr gab es leider viel zu wenige Familienbilder... daher war der Anblick heute umso schöner.
Wer wird sich denn da streiten!?
Geiereltern.
Bei den Ausquartierten war ebenfalls Gefiederpflege angesagt. Bei diesem Mistwetter allerdings vergebene Liebesmüh.
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